7. Wasserskisprungweltmeisterschaft in Klingenthal

Klingenthal - "Weltmeisterschaft im Wasserskispringen" - Klappe die siebente, hieß es in der "Dürrenbach Arena", im Freibad Klingenthal. Immerhin gibt es weltweit nirgends eine ähnliche Veranstaltung, die sich zudem herumgesprochen hat.

Zwar stammen die meisten Springer aus Klingenthal und dem Vogtland, aber mit Schwimmer Jens Kruppa aus Riesa war auch ein Olympiamedaillengewinner aus einer fremden Branche dabei. Organisiert hat das Spaß-Spektakel wie immer die Wasserwacht, die in den vergangenen Wochen bereits die Sprungschanze errichtete. Wasserwachtchef und Hauptorganisator Frank Meinel hebt dabei vor allem die gute Zusammenarbeit mit dem Klingenthaler VSC hervor, der vor allem technisches Gerät, wie die Anzeigetafel, die Videoweitenmessung oder die Kampfrichterausrüstung bereitstellte. Schließlich geht auch hier alles nach strengem Regelement. Dabei lobt er vor allem das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten, wie der Kampfrichter und von Stadionsprecher Jochen Hendel, früherer Leichtathlet und Sportlehrer a.D. und dankt den zahlreichen Sponsoren, ohne die das alles gar nicht möglich wäre.

Am Samstagnachmittag gingen insgesamt 28 Springer zur Qualifikation an den Start, wobei ein kurz zuvor aufgerissener Himmel für gute Laune sorgte. Eigentlich sollte die Veranstaltung zusätzlich durch sportliche Prominenz in Gestalt von Christin Steuer geschmückt werden, doch die war leider terminlich verhindert. Jüngster Teilnehmer war der zehnjährige Florian Herold, die Senioren stellten Günter Dörfel aus Klingenthal und Claus-Günter Schneider aus Oelsnitz mit je 60 Jahren. Und man sah neben ehemaligen DDR-Spitzenspringern, wie Ingo Züchner, René Kummerlöw oder Mike Arnold auch Ronny Kaiser, Generalsekretär des Landesskiverbandes Sachsen. Sieger der Qualifikation aber nach dem ersten Wertungsdurchgang am Sonntag aufgrund einer Verletzung beim weitesten Sprung des Tages mit 11,75 m nicht mehr dabei war Mike Arnold.

Und so wurden die Karten in der Spitzengruppe neu verteilt. Nach zwei Wertungsdurchgängen mischten dann Anthony Ulbert, André Pschera und Steve Röder vom WSV Aschberg Mühlleithen mit den Plätzen 1 bis 3 nicht nur die Einzel- sondern auch die Mannschaftswertung auf. Mit 743,7 Punkten verwiesen sie die Wasserwacht Klingenthal 1 mit 718,6 und die Old School Jumpers 1 mit 708,1 Punkten klar auf die Plätze 2 und 3. Da kam selbstredend Freude auf und die Sektkorken knallten. Den Sekt für die Sieger und alle Pokale hatte übrigens die Stadt gestiftet. va