488 Brachen in Plauen

An Rückbau führt kein Weg vorbei und es gibt in Zukunft noch mehr zu tun - so das Fazit von Baubürgermeister Levente Sárközy zum Bericht über die Entwicklung der Brachen in Plauen.

Plauen - "17 Brachen mit einer Gesamtfläche von rund 1,2 Hektar konnten 2016 revitalisiert werden, das waren leicht weniger als ein Jahr zuvor", sagte Stadtplaner Falk Forster am Montagabend vor den gemeinsam tagenden Mitgliedern des Wirtschaftsförderungs- und Stadtbauausschusses.

Dabei hätten die Nachund Umnutzungen mit 82 Prozent einen deutlich größeren Anteil ausgemacht als die Rückbaumaßnahmen. Beispiele gebe es mit der Eugen- Fritzsch-Straße 32, Hradschin 7, Hammerstraße 74 oder der Robert-Koch-Straße 37. "Trotz sorgfältiger Recherche bei der Brachenermittlung 2014 wurden einzelne Problemfälle nicht ermittelt. Zudem verschlechtert sich die bauliche Situation infolge ausbleibender Nutzung häufig innerhalb kürzester Zeit", sagte Forster.

Das habe zur Folge, dass fünf neue Brachen mit einer Fläche von rund einem Hektar in das Konzept aufgenommen werden müssen. Dazu gehören die alte "Russen-Schule" in der Neundorfer Straße 206 sowie der Übergang am Chrieschwitzer Bahnhof, die beide abgerissen werden müssen. Somit gibt es aktuell 488 Brachen mit über 43 Hektar Fläche in Plauen.

2017 könne laut Forster mit 15 bis 20 revitalisierten Brachen auf einer Fläche von rund zwei Hektar gerechnet werden. Damit liege dann Plauen bei seinen Zielen bis 2020 bei 36 Prozent nach Anzahl der Brachen. Geplant sei auch der Abriss beziehungsweise Sanierung solcher Schandflecke wie der Klopstockstraße 39, der Rähnisstraße 35 und der Nobelstraße 15.

"Wenn wir es schaffen, die Brachen zu stabilisieren, haben wir schon viel erreicht. Wir sind gut unterwegs, aber dürfen unsere Anstrengungen bei der Revitalisierung nicht reduzieren. ich gehe davon aus, dass wir noch mehr zu tun bekommen, wenn wir der Lage Herr werden wollen. Dabei führt an Rückbau kein Weg vorbei", sagte Bürgermeister Sárközy.

Im kommenden Jahr soll laut Forster ein neues Fördergebiet in der Stadt an den Start gehen. Damit gebe es auch Steuer-Abschreibemöglichkeiten bei Sanierungsanträgen.