40 Kilometer Umleitung nur für Fremde

Der Möglichkeiten, von Greiz oder Elsterberg zur Schöpsdrehe zu gelangen, gibt es mehrere. Und: Niemand muss mit der Kirche ums Dorf fahren.

Plauen - Es war dringliches Anliegen der CDU-Fraktion, regelmäßig über den Fortgang der Bauarbeiten an der Schöpsdrehe informiert zu werden. Steffen Ullmann vom Fachgebiet Tiefbau, informierte am Montag die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses, dass ab sofort bei den wöchentlichen Bauberatungen ein Verteter der Stadtverwaltung anwesend sei. Die Vollsperrung gelte seit dem 28. Januar, die bereits eingehobene Fußgängerbrücke werde noch in dieser Woche freigegeben.

Eine Sperrpause sei seitens der Baufirma für den 17. bis 20. Februar avisiert worden. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Helbig informierte nochmals über die in diesem Zusammenhang ausgewiesene Umleitung. Es handele sich dabei um die offizielle Umfahrung für den "überörtlichen" Verkehr, nicht für die Autofahrer, deren Ziel Einrichtungen an der Schöpsdrehe sind. Diese Umleitung betrage tatsächlich 40 Kilometer. Es sei durchaus üblich, dass die kürzeren Strecken nicht ausgewiesen werden. Davon nannte Helbig gleich mehrere. Die normale Strecke von Elsterberg zur Schöpsdrehe messe 11,1 Kilometer, die von Elsterberg, Steinermühle und Fröbersgrün sei zwei Kilometer länger, die von Elsterberg über Steinsdorf, Fröbersgrün und Syrau betrage 15,3 Kilometer. Und selbst eine Umfahrung über Steinsdorf, Jößnitz, Reißig und Preißelpöhl betrage "nur" 20 Kilometer, hat Helbig mit Hilfe eines Routenplaners recherchiert.

Eine Verkehrszählung im Bereich Jößnitz/ Steinsdorf habe ergeben, dass sich der Verkehr in der ersten Februarwoche gegenüber dem Zeitraum 5. bis 12. Dezember nahezu verdoppelt habe. Das wiederum zeige, dass sich die Autofahrer mitlerweile ganz gut mit der Situation arrangiert hätten und auch die Geschäfte an der Schöpsdrehe wieder besser frequentiert würden. tp