35 Tonnen Karpfen jährlich aus Weischlitz

Weischlitz - Die Römer brachten den eigentlich aus Asien stammenden Süßwasserfisch nach Europa. Heute ist der Karpfen zur Weihnachtszeit, besonders aber zu Silvester, eine beliebte Speise.

Ganz frisch auf den Tisch zu bekommen sind sie aus der Forellenzuchtanlage Weischlitz. Die zur Fischereigenossenschaft Plauen gehörende Anlage hat Teiche im ganzen Vogtland. Etwa 35 Tonnen Karpfen werden dort jährlich zum Verzehr gezüchtet. Über den Ladentisch gehen am häufigsten Vier- bis Fünfpfünder, weiß Mitarbeiter Lothar Reuschel.

 

Gerade vor Silvester gibt es viel zu tun. Nicht nur für den Direktverkauf an der Anlage, auch für den Hofladen in Oelsnitz sowie weitere Kleinhändler und Geschäfte müssen die lebenden Fische verladen werden. Dafür wird jede helfende Hand gebraucht, denn so ein Eimer voller Fisch hat ein beachtliches Gewicht. Mit 60 bis 80 Gramm kommen die Setzlinge in die Teiche. Ein Problem für die Fischzucht stellen die hier heimischen Komorane dar. Das für 2010 als Vogel des Jahres benannte Tier ernährt sich gerne von Fisch. Oft in großen Schwärmen auftretend haben die schönen, schwarzen Vögel schon so manchen Teich mit Jungfischen geleert.

Der Absatz der Karpfen zu Weihnachten gehe ganz im Gegensatz zu Silvester etwas zurück, so Reuschel. Gerade die jüngeren Generationen bevorzugen Räucherfisch zu den Feiertagen. Auch der wird in Weischlitz ganz frisch zubereitet. Neben Heilbutt, Makrele, Bückling, Rotbarsch und Lachsforelle sei der kalt geräucherte Lachs sehr beliebt. Nicht wegzudenken auch die Forellen. Über 30 Tonnen im Jahr nehmen eine Großteil der 44 Becken ein. Auf Frische werde immer besonders viel Wert gelegt und das schmeckt man auch...