300.000 Euro für Rittergut Bösenbrunn

Bösenbrunn Das Dach am Rittergut Bösenbrunn ist der neuralgische Punkt. Ohne die Sicherung des imposanten Dachstuhls macht auch die Sanierung des Hauses und der weitere Ausbau des beeindruckenden Katzenkunstmuseums wenig Sinn. Über Jahre mühte sich daher der Förderverein des Rittergutes unter Vorsitz von Christian Klemet und Vizevorsitzende Renate Oeser, Nägel mit Köpfen zu machen. Im März 2021 war es, als Berthold Valentin, Bürgermeister der Gemeinde Bösenbrunn, die zugleich Eigentümer des Rittergutes ist, den Antrag auf Fördermittel stellte. Dank hartnäckiger Vorarbeit vom "Förderverein Rittergut Bösenbrunn e.V." konnte man den Antrag mit entsprechenden Konzepten bereichern. Die Gesamtkosten für die Instandsetzung der denkmalgeschützten historischen Mansard-Dachkonstruktion des Herrenhauses lagen bei 663.188,98 Euro. Gestern nun die freudige Botschaft aus Berlin. Das vogtländische Kulturdenkmal kann dank Bundesmittel erhalten werden. Mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas bekommt nun die Gemeinde Bösenbrunn Fördergelder für die Sanierung des Ritterguts. Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages gestern 300.000 Euro für das Rittergut Bösenbrunn freigegeben. "Das Vorhaben wurde in voller Antragshöhe vom Bund bewilligt", so Magwas. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich in gleicher Höhe. Die Gemeinde trägt einen Kostenanteil von zehn Prozent.
Mit einer großzügigen, barocken Raumstruktur, dem komplett vorhandenen bauzeitlichen Dach- und Fachwerk der beiden Mansardgeschosse oder dem Gewölbekeller sei das Gebäude ein herausragendes Zeugnis seiner Zeit, ein wichtiges Baudenkmal und nationales Kulturerbe, so Magwas.
Mit Freude wurde gestern die hoffnungsfrohe Nachricht im Förderverein Bösenbrunn zur Kenntnis genommen. Als Antragsteller entscheide die Gemeinde, welche Schritte als nächstes geplant werden, so Christian Klemet auf Nachfrage. Katzenkunst samt aller Installationen im Kunsthaus müssen wohl während der Bauzeit eingelagert werden. Weiter geschlossen bleibt vorerst auch Katzencafé und Souvenirshop. Aufgrund der Baufälligkeit des Dachgeschosses war die Nutzung des Gebäudes für Vereinsarbeit in Gefahr. mdä