28 Mal staunen bei Plauener Museumsnacht

Eine sehr lauschige Nacht bildete am Freitagabend das stimmige Flair für die nun schon 11. Nacht der Muse(e)n.

Plauen - 28 Locations mit mehr oder minder musealem Charakter beteiligten sich heuer an dieser Museumsnacht und konnten sich über Besucherströme sicher nicht beklagen. Natürlich öffneten die Museen und Galerien ihre Türen, aber auch einige neue Beteiligte konnten die Besucher entdecken.

So lud man beispielsweise beim "Quartier 30" zur Party ein. Bei der "Lochkarte 36", wo eine Schau des Berliner Modedesigners Sebastian Ellrich gezeigt wurde, konnte man Zumba und Salsa tanzen. Nur ein paar Schritte davon entfernt wurde bei der Modespitze Plauen gezeigt, wie viel Handarbeit in Kleidungsstücken aus Plauener Spitze steckt. In der Schaustickerei im Obstgartenweg widmete man sich dem Thema Jeans, die gern mit Spitze aufgepeppt sein durfte. Eine Zeitreise ins alte Plauen konnte man in der Galerie Forum K erleben. Hier wurden historische und aktuelle Ansichten der Stadt gezeigt, die von Lars Buchmann und Oliver Orgs stammen. Erklärt wurden die Bilder einmal mehr von Lars Gruber.

Spannend ging es auch am Theater zu, wo die Gäste auf regelmäßigen Rundgängen hinter die Bühnen schauen durften. Lange Schlangen bildeten sich wieder vor dem Luftschutzkeller Meyerhof, während sich gegenüber am Konventsgebäude die Besucher doch etwas verteilten. Einige erlebten die Vorträge von Steffen Kretzschmar, der über die "Ehrbare Mannschaft" referierte, andere interessierten sich eher für die Nachstellung einer historischen Artillerie- Stellung und die Vorführung damaliger Wehrtechnik.

Im Weisbachschen Haus und beim Bund Bildender Künstler konnte man Bilderschauen genießen. Tolle Stadtansichten konnte man im Stadtarchiv bestaunen, und wer mochte, ließ sich von Jörg Simmat als Nachtwächter durch die dämmrige Altstadt führen. Im Malzhaus zeigte der Verein historische Schulfilme, an die sich manch ein Besucher sogar noch erinnern konnte.

Eine Grafikschau und Tangoklänge erlebten die zahlreichen Gäste an der Galerie Altmarkt. Die Lutherkirche ließ ihre Orgel erklingen und im Atelier des Kunstvereines am Topfmarkt herrschte ebenfalls reges Treiben - nicht nur an der Carrera-Rennbahn, an der man schnelle Runden drehen konnte. Auch vor dem Haus, wo die "Funkfood"- Band aufspielte, sammelte sich allerhand Publikum - meist vor oder nach dem Aufstieg - auf den Turm der Johanniskirche, der einmal mehr grandiose Ausblicke bot.