25 Jahre Göltzschtalwerkstätten Vogtland in Auerbach

Feierlaune bestimmte am Montag die Diakonie in Auerbach: Auf den Tag genau vor 25 Jahren eröffnete Sachsens erste Behindertenwerkstatt, die "Göltzschtalwerkstätten Vogtland" im Ortsteil Rebesgrün.

Auerbach/Rebesgrün - "Damals waren wir in Sachsen die erste Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. In dem Vierteljahrhundert unseres Bestehens können wir auf eine sehr erfolgreiche Entwickung zurückschauen", betonte Diakonie-Vorstand Sven Pruß-Delitzsch während der Festveranstaltung, an der zahlreiche Politiker, Wegbegleiter und sogar Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch teilnahmen. Die Geschichte der Diakonie- Werkstatt reicht eigentlich bis ins Jahr 1987 zurück.

"Obwohl damals noch tiefste DDR-Zeit herrschte, pflegten wir als kirchliche Organisation gute Kontake zu zwei Partnerstädten im Westen. Vor allem zur Stadt Bietigheim-Bissingen in Baden- Würtemberg.

Dort stand schon eine Behinderten- Werkstatt der Diakonie. Besucher brachten uns eine Luftaufnahme mit", erinnert sich Frank Roscher. Der Mann erkannte den Bedarf und ergriff die Initiative. "Nach 1989 war ja vieles endlich möglich. So auch der Bau einer speziellen Werkstatt für Menschen mit einem Handicap. Viel Geld war erforderlich. Doch es gab ja Fördermittel. Wir bauten die Werkstatt genau wie auf dem Foto. Mit dem gleichen Grundriss und in identischer Größe", so Frank Roscher, der nach Bauvollendung viele Jahre die Rebesgrüner Behindertenwerkstatt leitete.

Das Projekt kostete damals rund 12,5 Millionen D-Mark. Später kamen für eine Erweiterung nochmals 1,7 Millionen Euro dazu. Geld, welches bis heute gut angelegt ist. Die Werkstatt ist Zulieferer für verschiedene Industriezweige und betreibt eine eigene Holzverarbeitung sowie Druckerei.

Aktuell sind rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, viele davon schon sehr lange Zeit. "Die Diakonie- Werkstatt hier in Rebesgrün war und ist beispielgebend für ähnlich ausgerichtete Einrichtungen im Freistaat. Ich zolle den Mitarbeitern und dem Team der sozialen Diakonie-Betreuern meinen höchsten Respekt", lobte die Ministerin, die sich für ihren Werkstatt-Rundgang viel Zeit nahm.