215 Teilnehmer zeigen in Oelsnitz ihr Können

Oelsnitz - Auf den Fluren und in den Vorbereitungszimmern wimmelt es von jungen Leuten. Einige werden von ihren Eltern begleitet. Zum 6. Mal lockt der Sperkenpreis der Stadt Oelsnitz. 215 Teilnehmer im Alter von 6 bis 9 Jahren verzeichnet anno 2009 der musikalischen Nachwuchswettbewerb der Stadt Oelsnitz, darunter sind vier Geschwisterpaare. Das Wertungsvorspiel in der Musikschule an der Lutherstraße geht Samstagnachmittag langsam seinem Ende zu. Anna Höhle und Luisa Grigorenko haben mit ihren Gitarren im kleinen Konzertsaal Platz genommen, in dem kaum ein Stuhl frei ist. Mütter, Väter, Freunde verfolgen seit Stunden gepannt die musikalischen Vorträge. Im Hintergrund spitzt die Jury Ohren und Stifte. Ihr gehören Ulrike Persing an, die Leiterin der Oelsnitzer Außenstelle des Vogtland-Konservatoriums Plauen, Lehrer der verschiedenen Schulen, Stadtmusikdirektor Wolfgang Ritter und Kantor Ronald Gruschwitz. Die Oelsnitzer Gastwirtstochter und das Mädchen aus der Ukraine spielen drei Stücke auf der Gitarre vom Barock über spanische Folklore bis zum Traditional. Das hört sich gut an, der Beifall für die beiden attraktiven 16-Jährigen klingt herzlich. Luisa Grigorenko wird später noch in einem weiteren Duo mit einer Querflöte-Spielerin auftreten. Das ist typisch für den Sperken-Wettebewerb - 25 Musici spielen diesmal in mehreren Ensembles und mit verschiedenen Instrumenten. Nun warten die Mädchen auf das Urteil der Jury, die sich in eine weitere Beratungsrunde zurückgezogen hat. Wird die musikalische Leistung reichen, um für das Preisträgerkonzert am Sonntagnachmittag aufgerufen zu werden? Musiklehrer Tino Möbius kommt in den Warteraum, bei dem die beiden seit sechs Jahren Unterricht nehmen. "Man kann immer etwas besser machen, aber es war ordentlich", meint der Pädagoge zurückhaltend. Es wird ein langer Tag für die Jury. Kaum sind die Türen in der Musikschule zugesperrt, geht das Wertungsvorspiel am späteren Nachmittag in der Aula der Mittelschule am Karl-Marx-Platz bis in die Abendstunden weiter. Nun sind die größeren Ensembles an der Reihe - Orchester, Chöre, Tanzgruppen. Auch hier herrscht großes Publikumsinteresse, der große Saal ist proppenvoll. Insgesamt bewerben sich 28 Gruppen, davon acht größere, um die Keramik-Sperken, Buch- und Notenpreise sowie Urkunden. Anna Höhle und Luisa Grigorenko (Gitarre) haben es ins Preisträgerkonzert geschafft - und nicht nur das. Mit einem der begehrten Sperken und dem Prädikat "sehr gut" ausgezeichnet gehören sie zu den Besten. Hier die weiteren Preisträger ihrer Gruppe: "Mit sehr gutem Erfolg" teilgenommen (mit Sperk) haben Elly-Marie Keßler/ Adrian Steeg (Klavier); Jenny Fengler/ Oliver Fengler/ Fabian Ferber (Flöte/E- Bass/ Schlagzeug); Johanna Dorst/ Anna Wunderlich (Gesang/ Klavier);Arne Morgner/ Patrick Lesse (Klavier/ Posaune/ E- Bass); Kleiner Chor des Gymnasiums; Linda Gebhardt/ Christian Gebhardt (Gesang). "Mit hervorragendem Erfolg" teilgenommen (mit Sperk) haben Julia Wenske/ Marie Weinhold (Flöte/ Klavier); Florian Künzel/ Michelle Keßler (Trompete/ Klavier); Jonas Gerbeth/ Florian Künzel/Julian Hüttner/ Arne Morgner (Trompete/ Tenorhorn/Posaune); Melanie Apitz/ Maria Fuhrmann/ Melanie Dässel (Akkordeon); Andy Guder/ Carolin Dässel (Gesang/ Klavier) sowie die Dixie Band der Musikschule. Der Große Sperk der Stadt Oelsnitz geht an Arne Morgner (Posaune/Klavier) und Florian Künzel (Trompete/Schlagzeug). Die beiden Jungen haben in vier Ensembles gespielt mit "Sehr gut" beziehungsweise "Hervorragend". Der 16 -jährige Arne Morgner ist Schüler der 10. Klasse der Oelsnitzer Mittelschule, der 12-jährige Florian Künzel besucht die Bläserklasse 5 des Julius-Mosen-Gymnasiums. Beide sind außerdem Schüler der Musikschule. Weitere 15 Ensembles haben es unter die Preisträger geschafft, aber noch nicht zum "Sperk" - dafür aber zu beachtenswerten Prädikaten.