16. Vogtländische Wurstprüfung in Auerbach

Die 16. Vogtländische Wurstprüfung, die am späten Mittwochnachmittag im Gasthof "Zur Eiche" in Auerbach nach mehr als drei Stunden ihre Prädikate vergab, konnte mit einem Novum aufwarten. Erstmals gab es in der sechszehnjährigen Geschichte des Wurstmarathons für alle eingereichten Proben das Prädikat "ausgezeichnete Wurst" und damit Gold. Diesmal stand die gute alte "Broatwurscht" auf dem Prüfstand.

Zunächst gab es für eine Probe Silber. Da das Ergebnis, das sich aus der Abstimmung von Fleischermeistern, Kommunalpolitikern, Leitern öffentlicher Einrichtungen, Unternehmern und Verbrauchern zusammensetzt, eher knapp zuging, stellte Prof. Georg Schiefer, Chefredakteur der "Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung" den Antrag, die Probe noch einmal einem Fachgremium zu unterziehen.

Der Vorsitzende der Sächsischen Fleischerinnung, sein Vize und die beiden vogtländischen Obermeister begutachteten zusammen mit Schiefer erneut die Bratwurst und vergaben dafür einstimmig ein Gold.

Damit, so der langjährige Moderator und Urvater der Wurstprüfungen, Dr. Hans-Georg Möckel, hätte sich die Vogtländische Wurstprüfung einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde verdient. Ohnehin einen Eintrag sollten alle Fleischermeister erhalten, die über Jahre hinweg im Vogtland und weit über die Grenzen hinaus für ausgezeichnete Wurstwaren sorgen und mit zum guten Ruf des Vogtlandes beitragen, lobt Rolf Keil, der 1. Beigeordnete des Landrates die Meister und ihre meisterlichen Erzeugnisse. Als man sich im diesjährigen Wettbewerb für die "Broatwurscht" entschied, die man gerne auch als Knacker bezeichnet, hätten die Fleischermeister spontan zugesagt.

Wenngleich die Ingredienzien wie Schweinefleisch, Gewürze und Rauch nahezu gleich sind, kann man daraus doch recht unterschiedliche Leckerbissen kreieren, so Möckel. Ein Fleischermeister wagte sich an die Verarbeitung von Rehfleisch, ein weiterer würzte mit Chili und ein dritter brachte das Produkt ohne Darm und mit einer leichten Knoblauchnote an den Tisch.

Zum Schluss das einheitliche Fazit: ...dazu ein frischgebackenes Brot von vogtländischen Bäckern, ein gutes vogtländisches Bier, die richtige Wanderlaune und einem unvergesslichen Tag stehe nichts mehr im Wege, leitete Möckel ins aktive Frühjahr über, das heuer hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.