150 Euro Umzugshilfe für junge Menschen

Ob die Blütenträume je reifen, dass allein den Amtsberg 600 Studenten bevölkern, wird abzuwarten sein. Dessen ungeachtet will die Kommune nichts unversucht lassen, junge Menschen für einen längerfristigen Aufenthalt in Plauen zu animieren.   Beihilfe zum Umzug   Den Mitgliedern des Finanzausschusses unterbreitete Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer am Donnerstag den Vorschlag, Auszubildenden und Studenten, die eine berufsbildende Schule oder Bildungseinrichtung (FHS oder BA) besuchen und sich für Plauen als Hauptwohnsitz entscheiden, eine einmalige Umzugsbeihilfe in Höhe von 150 Euro zu gewähren.

Damit reagiere die Stadtverwaltung auf einen entsprechenden Antrag der SPD, wie diese umgehend wissen ließ. Besagte Umzugsbeihilfe wird auf Antrag gewährt und sollte nicht mit einer Art "Begrüßungsgeld" verwechselt werden, da die Summe erst zwölf Monate nach Antragstellung ausgezahlt wird. Bekannt gemacht werden soll das Angebot über die jeweiligen Bildungseinrichtungen, per Internet und durch Aushänge im Einwohnermeldeamt.

 

Wie viele potentielle Azubis und Studenten diese Offerte überhaupt betrifft lässt sich nicht sagen, weil entsprechende Auskünfte seitens der Bildungseinrichtungen nach deren Auffassung dem Datenschutz widersprächen. Stadtrat Hansjoachim Weiß (CDU) machte darauf aufmerksam zu prüfen, ob für die Umzugswilligen überhaupt was "über" bleibe oder die Ummeldegebühr davon einen gut Teil auffrisst.   Stadtrat muss entscheiden   Nun soll überlegt werden, ob das Angebot inklusive Meldegebühr gilt. Kämmerin Ute Goebel verdeutlichte, dass es sich im Normalfall lediglich um die Umwandlung der bisherigen Neben- in die Hauptwohnung handele, ein direkter Umzug demzufolge nicht stattfinde. Nun muss der Stadtrat am 15. Oktober endgültig darüber entscheiden.  tp