150 Badegäste in Plauen evakuiert

Schreck in der Mittagsstunde für Mitarbeiter und 150 Gäste des Plauener Stadtbades. Im Kellerbereich war offenbar Kohlenmonoxid ausgetreten.

Plauen - Plötzlich war es am Mittwoch gegen 12.30 Uhr einem Mitarbeiter der Technik schlecht geworden, so dass er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Da die Ursache seines Unwohlseins nicht eindeutig war und die Reizung durch giftige Dämpfe nicht ausgeschlossen werden konnte, ließ Ronny Adler, Geschäftsführer der Freizeitanlagen GmbH, alle Gäste und Mitarbeiter evakuieren.

Es sei weder Hektik noch Panik aufgekommen, sagt er gegenüber dem Vogtland- Anzeiger - alle Besucher hätten sich noch umkleiden können und wären dann ins Freie geleitet worden. Er legt Wert darauf, dass es sich bei der Evakuierung um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe. Gefahr für die Bevölkerung und Umwelt habe zu keiner Zeit bestanden. Kurz darauf traf die alarmierte Feuerwehr mit komplettem Lösch- und Rettungszug ein. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte vor Ort, einschließlich des Katastrophenschutzes aus Rodewisch, informiert der Diensthabende der Polizei Südwestsachsen in Zwickau.

Auch er bestätigt, dass die Messergebnisse nicht lebensgefährlich waren. Lediglich im Kellerbereich wurde ein erhöhter Kohlenstoffmonoxidwert festgestellt, teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Demzufolge sei der erhöhte Wert bei einem Gaskessel gemessen worden. Die Herstellerfirma in Dresden wird den Kessel am Donnerstag überprüfen und gegebenenfalls reparieren.

Während des Einsatzes der Feuerwehr und anderen Einsatzkräften war die Hofer Straße etwa eine dreiviertel Stunde - von 13 bis 13.45 Uhr - gesperrt. Passagiere der Straßenbahn berichteten, dass es in dieser Zeit auch nicht möglich gewesen sei, ein- oder auszusteigen, da die Türen verschlossen blieben. Der Großeinsatz hatte am Mittwoch bei den Plauenern für reichlich Gesprächsstoff gesorgt, wobei unvermeidlicherweise auch die Gerüchteküche zum Brodeln gebracht wurde. va