15. Treffen des Vogtländischen Oldtimerclub Oelsnitz

Was ist an altem Blech schon schön? Nun, wenn es fein lackiert ist, mindestens 30 Jahre auf dem Buckel hat und sich in ursprünglichem technischem Zustand befindet, eine ganze Menge. Das fanden zumindest all jene Besucher, die am Samstag den Weg zum Weischlitzer Globusmarkt einschlugen.

 

Mehr als 70 Oldtimer jeglicher Couleur präsentierten sich dort der Öffentlichkeit. Zum 15. Mal in Folge hatte der Vogtländische Oldtimerclub Oelsnitz zum Treffen aufgerufen und mit dem Globusmarkt einen hilfreichen Partner gefunden. Nicht nur den Platz konnten die Oldtimer-Fans unentgeltlich nutzen. Für die Teilnehmer gab es sogar noch ein Gratis-Getränk und Essen. Trotz der Kälte und des Nieselregens folgten viele der 103 Clubmitglieder sowie Gäste insbesondere aus dem Bayrischen Raum der Einladung ihres Vorstands Werner Puggel.

Bei Benzingesprächen, beim Fachsimpeln und Erfahrungsaustausch ging den Freunden alter Fahrzeuge das Herz auf. Kühle und Feuchte waren nur noch zweitrangig. Zum Leidwesen mancher Betrachter waren die offenen Wagen häufig durch Planen abgedeckt, um die wertvollen Karossen zu schützen. Hubert Körner aus Klingenthal präsentierte das älteste Fahrzeug der Schau. Den Fiat aus dem Jahre 1920 hatte er einst einem Karlsruher Museum abgekauft, zum Schrottpreis. Und so sah das Vehikel einst auch aus, wie Körner anhand von Fotos belegen konnte.

Wie viel Zeit und Geld er in den Aufbau des Gefährts investiert hatte, wusste er nicht mehr zu sagen. "Irgendwann habe ich einmal aufgehört, die Stunden zu zählen." Auch der Opel "Laubfrosch" von Vereinschef Puggel fand viel Aufmerksamkeit bei den Besuchern. Beim Anblick des 20-PS-starken Gefährts vom Baujahr 1929 träumte so mancher von einer Vogtlandtour in diesem Wagen.  mam