1000 Euro für Hinweise auf Tierquäler

Die Tierschutzorganisation PETA hat 1000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, eine Tierquälerei aufzuklären: Am Dienstag war ein Fuchs in ein Tellereisen getreten, hatte sich bis Tannenbergsthal geschleppt und musste erschossen werden.

Muldenhammer/Tannenbergsthal - Das Tier versuchte, mit dem Fangeisen zu entkommen. Auf Grund der schweren Verletzungen erlösten die von Autofahrern herbeigerufenen Polizeibeamten den Fuchs mit einem Fangschuss von seinem Leiden. Da der Einsatz von Tellereisen verboten ist, hat das Polizeirevier in Auerbach bereits Ermittlungen eingeleitet. Um die Polizei bei Ihrer Arbeit zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland jetzt eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, wie der Verein in einer Pressemitteilung erklärt.

Das Geld soll helfen. den oder die Täter zu ermitteln. die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Täter aus Jägerkreisen kommen. Immer wieder ignorieren Jäger das Bundesjagdgesetz und fügen Tieren damit erhebliche Leiden zu. Helfen Sie bitte mit, diese Tat aufzuklären", so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. Obwohl Tellereisen in der Europäischen Union seit 1995 verboten sind, werden jedes Jahr in Deutschland laut PETA viele Hunde, Katzen, Vögel und andere Tiere durch die illegal aufgestellten Fallen verstümmelt oder getötet. "Denn der Handel mit Jagdfallen ist in Deutschland paradoxerweise nicht verboten.

Tellereisen zählen zu den grausamsten Fang- und Tötungsapparaten. Die zuschnappenden Stahlzähne graben sich wie ein Messer in das Fleisch der Tiere und verursachen schwerste Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Knochen", heißt es in der Mitteilung weiter. PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von ausgesetzten Tieren und Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. Claus Singer aus Reichenbach ist seit 58 Jahren Jäger und war bis November 2012 fast 20 Jahre Vorsitzender der Jägerschaft Reichenbach, einem freiwilligen Zusammenschluss von zuletzt 45 Waidmännern.

Singer hat nach eigenen Worten persönlich noch nie ein Tellereisen verwendet, auch nicht zu Zeiten, da es noch erlaubt war. Manche hätten die Tellereisen eingesetzt gegen Raubzeug, also gegen solche Tiere wie Fuchs, Marderhund, Mink (Nerz), Waschbär, Bisamratte. Tellereisen hatten sowieso nur nachts verwendet werden dürfen - und sie mussten fixiert sein, zum Beispiel durch einen Anker. "Tagsüber waren Fangeisen auch damals verboten." ufa