1000 Euro für "bunte" Aktionen

Colorido, ein Plauener Verein, der sich für Demokratie, Menschenrechte, Toleranz und gegen Rechtsextremismus einsetzt, erhielt am Dienstag einen Scheck in Höhe von 1000 Euro.

Von Gabi Kertscher

Plauen Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Sabine Zimmermann, erklärte, dass alle Fraktionsmitglieder ihrer Partei monatlich 230 Euro auf ein Konto einzahlen. Dieses Geld wird an Organisationen und Vereine ausgezahlt, die sich intensiv für soziale Projekte, gegen Rassismus und Rechtsextremismus einsetzen. Dabei muss Toleranz und Demokratie ganz oben stehen. Der Plauener Verein Colorido hatte sich um eine Spende beworben und nach Prüfung durch die Bundestagsfraktion einen Scheck in genannter Höhe bewilligt bekommen. Der Verein hat in den letzten Jahren mehrfach Aktionen durchgeführt, die von den Vogtländern gut angenommen wurden. Dazu gehören die Veranstaltungen zum 1. Mai auf dem Albertplatz, Präventionsveranstaltungen zu den Themen Antisemitismus, Rechtspopulismus und Naturschutz oder Ausstellungen im Malzhaus.
Gemeinsam mit dem Vogtlandtheater Plauen wurden Jugendstücke erarbeitet und mehrfach aufgeführt. Für ihr Theaterprojekt "Ein Morgen vor Lampedusa" erhielt die Gruppe den Friedenspreis der Frauenkirche Dresden. Derzeit laufen die Vorbereitungen zu "Wir waschen/reichen uns die Hände". In dem Stück werden Menschen von 8 bis 80 Jahren mitspielen und die Leitung hat Theaterpädagogin Steffi Liedtke vom Theater Plauen-Zwickau. "Wir werden die Spende der Bundestagsfraktion der Linken für solche und ähnliche Projekte verwenden. Außerdem müssen wir unser Büro am Dittrichplatz noch einrichten", erklärte Vereinsvorsitzende Doritta Korte.
Für den 14. Juni laden die Mitglieder des Vereins alle Vogtländer ein, das "Band der Solidarität" zu spannen. Treffpunkt wird 13.30 Uhr an der Lutherkirche sein. Ab 14 Uhr werden deutschlandweit 150 Zentimeter lange Bänder gespannt.