1. Wald- und Jagdfest in Oberlauterbach

Das 1. Wald- und Jagdfest im Natur- und Umweltzentrum Vogtland sollte ein ganz großer Anziehungspunkt werden. Jammerschade, dass das regnerische und kalte Wetter dem großen Fest gehörig Abbruch getan hat. "Wir waren dennoch sehr überrascht, dass doch relativ viele Besucher den Weg zu uns gefunden haben", sagte Leiterin Karin Hohl dem Vogtland-Anzeiger.

 

 "Die Überlegung, das Fest abzusagen, haben wir ganz schnell fallen gelassen. Es stand ja auch die Technik, und alle Mitwirkenden waren gekommen. Und Waldarbeiter sind ja Hartgesottene. Es ist uns ein Bedürfnis, allen, auch den Besuchern, ein ganz großes Dankeschön zu sagen."

Viel, viel Arbeit haben die Vorbereitungen bedeutet. Alle Mitarbeiter, Aussteller und Akteure waren mit Ideen und Herz bei der Sache, haben mit kalten Füßen und klammen Händen eine Veranstaltung geboten, die auf vielfältige Weise die Natur und ihre Erhaltung nahe brachte. "Deshalb", so Karin Hohl, "werden wir im nächsten Jahr das 2. Wald- und Jagdfest planen. Die Zusammenarbeit mit den Hofanliegern, der örtlichen Feuerwehr und dem Ortschaftsrat ist ebenfalls sehr gut. Das macht Mut. Und was bei schlechtem Wetter klappt, kann gutem Wetter nur ein großer Erfolg werden."

Wer sich am Samstag aufgemacht hatte, konnte zum Beispiel erleben, wie Holz geschlagen und gerückt wurde, wie Bäume gepflegt werden, wie der Hufschmied dem Pferd neue "Schuhe" verpasste, der Zimmerer Balken bearbeitete, Jäger ihre Hunde vorführten oder der Geschichtenerzähler die Kinder begeisterte.

Ein Falkner führte seine Kunst vor, Kürschner und Korbmacher, Tischler und Natursteinfirmen zeigten ihre Arbeiten. Ob Holundersuppe oder Ziegenbockwurst, Wildrostbratwurst oder, Tee, Grog, Glühwein oder Jagertee - alles, was wärmte, war besonders begehrt.

Doch nicht nur die Erwachsenen lernten viel über den Wald, seine Pflege und Nutzung, auch die Kinder hatten lehrreiche Stunden. Betätigen konnten sie sich beim Schnitzen, Töpfern, Filzen, Malen und Basteln.

Die Projektleiter und alle anderen Mitarbeiter des Natur- und Umweltzentrums waren überall vor Ort, damit alles seinen Gang nahm und jeder die Schlammschlacht gut meisterte. Und obendrein hatten sie noch eine Hochzeit im Saal der Naturherberge zu betreuen. Alle Achtung!  B.W.