1. Schloss- und Mühlenfestes in Leubnitz: Wer wird Müllerbursche?

Am Samstag, gegen 13 Uhr, steht fest, wer als Müllerbursche für das Vogtländische Mühlenviertel bei Veranstaltungen und Tourismusmessen wirbt.

Dann fällt die Entscheidung zwischen Gerd Köhler und Ralf Schiller im Auswahlverfahren während des 1. Schloss- und Mühlenfestes in Leubnitz. Beide Plauener haben sich für die Aufgabe beworben, weil sie dem Gebiet helfen wollen, sich touristische weiter zu entwickeln. Der 43-jährige Schiller ist freiberuflich als Physiotherapeut und Personal-Trainer tätig und seit mehreren Jahren durch seine Arbeit mit dem Mühlenviertel fest verbunden. Er möchte im Falle seiner Wahl aktiv einen Beitrag leisten, mehr Besucher ins Mühlenviertel zu locken. Vor Auftritten in der Öffentlichkeit scheut er sich nicht und sieht auch der Teilnahme an Messen und ähnlichen Veranstaltungen gelassen entgegen, da er seine Zeit selbst einteilen kann.

Zur Vorbereitung auf das Auswahlverfahren am Samstag hat er sich mit dem Abfahren des Müllerburschenweges per Drahtesel schon einmal eingestimmt. Er weiß, dass er sich dann noch jede Menge Müllerwissen aneignen muss. Für Fragen zum Vogtland und seiner Geschichte fühlt er sich gewappnet.

Ganz anders der Plauener Weihnachtsmann. Mit seinen 66 Jahren fühlt er sich für die Aufgabe nicht zu alt und glaubt Weihnachtsmann und Müllerbursche nebeneinander ein Dasein zu bieten. Ob er mit dem Rauschebart auch in der neuen Tätigkeit punkten kann, wird sich zeigen. Er sieht ihn nicht als Hemmnis, denn wenn er als Theaterkomparse Räuber sein konnte und an der Parkeisenbahn den Clown mimt, spielt der auch keine Rolle. Müllerwissen habe er schon bei Ulrich Weiß abgefragt und über das Vogtland wisse er eh' Bescheid. Als Inhaber eines Reiseunternehmens könnte er die Aufgabe gut koordinieren.

Er glaube auch nicht, dass es mit den wechselnden Auftritten in beiden Kostümen Probleme geben würde, die ja schwerpunktmäßig in der Zeit des Jahreswechsels liegen. Man darf also gespannt sein, wer von beiden zumindest für die nächsten zwei Jahre - Verlängerung nicht ausgeschlossen - mit hoffentlich großem Zuspruch und dem damit verbundenen Werbeerfolg für das Vogtländische Mühlenviertel Müllerbursche sein wird.