1. "Gib Gummi" im Skatpark Plauen

Rails, Curbs, Ledges, Bank und Treppen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden erwarteten BMX-Fahrer am Samstag in Plauen. Nur Insider können sich ein Bild machen, um welche Hindernisse es sich dabei im Skaterpark der Stadt handelt.

Zu den größten in Deutschland zählt die AREA241, wie er genannt wird. Verschiedene Hindernisse, ein Bowl (Halbkugel) und eine Spine gehören zum Areal nahe der Weißen Elster. ,,Gib Gummi" - Vollgas nach Plauen - Vollgas in Plauen hieß es zum ersten Mal in der Spitzenstadt. Organisiert vom Verein 2 Plus 4 macht 1, der hier zu Hause ist und dem Desaster BMX-Shop, trafen sich Leute der Szene aus ganz Deutschland. Sachsen und Bayern waren gut vertreten, aber auch Fahrer aus Oldenburg und Hamburg reisten an. Alle die Spaß am BMX-Fahren und Tricks austesten haben, versammelten sich.

52 nahmen am Contest teil. In A und B unterteilt, zeigten sie ihr Können. Während zur Gruppe A die Erfahrenen gehörten, mussten sich die B-Teilnehmer umso mehr profilieren. Nur sieben Jahre war der Jüngste, stand aber den Großen in nichts nach. Zu den etwas Älteren gehörten dann schon die Mittzwanziger, die sich aber durch ihren Style kaum von den 17-jährigen unterschieden.

BMX ist die Abkürzung für Bicycle MotoCross. Entstanden ist das Rad, als sich Jugendliche in den USA für den Motocross-Sport interessierten und sich entweder keine Maschine leisten konnten oder schlicht zu jung dafür waren. Kleine Fahrräder wurden mit Motorradlenkern ausgestattet und bekamen entsprechende Bereifung.

In den 70er Jahren wurden stabilere Rahmen mit den hohen Lenkern und einem 20-Zoll-Felgenmaß konzipiert. Dies war die Geburtsstunde des ersten "echten" BMX. Viele verschiedene Stunts und Tricks können damit ausgeführt werden. Für den Wettbewerb am Wochenende galt Freestyle, freies Fahren ohne Vorgaben. Kombinationen, Sprünge, auf der Mauer rutschen oder Saltos, alles war erlaubt. Bewertet wurden dabei die Vielfältigkeit und das Allroundtalent auf den Strecken.

Zu den wohl spektakulärsten Sprüngen gehört der ,,Flair". Ein Rückwärtssalto mit Schraube, der ein hohes Maß an Geschicklichkeit erfordert ganz zu schweigen vom Mut, denn wer davon nicht genug hat, sollte sich anderweitig orientieren. Mit Trillerpfeifen gab es lautstarke Unterstützung und gleichzeitig Jubel für gezeigte Tricks.

Als Abschluss wurde in der Alten Kafferösterei weiter gefeiert. Auf zwei Floors gab es Musik ohne Ende und Party bis in den Morgen. ,,Wir sind zufrieden. Viele Leute der BMX-Szene waren da. Das wollen wir auf jeden Fall wiederholen und weiter ausbauen", so Mitorganisator Andre Schäfer. S. Rössel