Dank Corona fällt in diesem Jahr auch die Vorweihnachtszeit quasi aus. Weit und breit kein Weihnachtsmarkt. Oder doch?

Von Helmut Schlangstedt

Wohlhausen Beim Wald Jacob in Wohlhausen ist am Samstag die Adventszeit eingeläutet worden, die dort bis zum 23. Dezember dauert. Zwar ist auch hier einiges eingeschränkt, doch was innerhalb des Hygienekonzepts möglich ist, macht man möglich. So gibt es etwa keine Live-Musik aus der Pyramide und auch der Weihnachtsmann bleibt kontaktlos in seiner Werkstatt im Wald. Und die gastronomischen Einrichtungen, die zum Verweilen einladen, wie beispielsweise das Märchenlandcafé oder die Törggele-Hütte, sind geschlossen. Doch das tat dem Besucheransturm so gut wie keinerlei Abbruch, wie man an der Zahl der Autos auf dem Parkplatz ablesen konnte. Viele nutzten ihren Besuch zum Kauf von Weihnachtsbäumen in verschiedenen Größen, die alle ganz frisch geschlagen sind und bei Bedarf ergänzt werden, wie Platzmeister André Lorenz versichert. Einer so schön wie der andere, wobei André Lorenz auf die aufwändige Pflege während der Aufzucht in den Plantagen der Umgebung hinweist. Wer es ganz exklusiv und individuell wünscht, kann sich dort auch seinen eigenen Baum aussuchen und selbst fällen. Und die Bäume werden natürlich autosauber verpackt. Als kleine Zugabe erhält jeder einen grünen 10-Liter-Eimer mit Aufschrift zum 30jährigen Firmenjubiläum.

 


Eigentlich sollten diese zum Herbstfest neue Besitzer finden, doch da dieses ausfallen musste, macht man nun aus der Not eine Tugend - solange der Vorrat reicht.
Während der Platzmeister erzählt, fährt gerade eine der zwei Kutschen vor, mit denen man eine kleine Rundfahrt unternehmen kann.
Selbstredend gibt es trotz Corona eine Menge zu sehen. Ein echtes Highlight ist die riesige Modellbahn in der Spur 1 im Maßstab 1:32 mit einer Gleislänge von 900 Metern, die teilweise sogar im Freien verläuft. Bis zu neun Züge können hier gleichzeitig fahren. In der Märchenlandscheune findet man die Weihnachtsbaumausstellung und diesmal davor die Kutsche mit den zwei Elchen, die gern für ein Erinnerungsfoto mit den Kindern herhalten muss. Für äußere Wärme sorgen kleine Lagerfeuer, für innere Wärme gibt's Glühwein und Imbiss auch mit Wildspezialitäten aus eigener Jagd, alles natürlich "To go". Das gilt ebenso für die "Süße Sünde", wo man gebrannte Mandeln, Crépes, Zuckerwatte oder Bombardino bekommt, Eierlikör mit Sahnehäubchen. Geöffnet ist der Hofladen, wo man ebenfalls Wild und jetzt vor allem Gänse aus eigener Weidehaltung bekommt. Ein Stück daneben gibt's frisches Holzofenbrot, und wer auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, wird in der Adventsscheune mit vielen weihnachtlichen Artikeln fündig. Ganz besonders interessant für die Kinder ist natürlich Kamel Aladin nebst Alpaka, die nicht über mangelnde Aufmerksamkeit klagen müssen. Und im Streichelgehege können die Kleinen Schäfchen liebkosen. André Lorenz hofft, dass die aktuelle Corona-Lage nicht zu weiteren Einschränkungen führt. Das gesamte Angebot findet man auch an den Wochentagen. Nur am Sonntag ist der Verkauf auf Weihnachtsbäume und Schnittgrün für Deko-Zwecke begrenzt.
www.waldjacobs-weihnachtswelt.de