Pausa und Mühltroff vereint

19.48 Uhr: Die Bürgermeister Christine Weinrich (Mühltroff) und Jonny Ansorge (Pausa) setzten ihre Namen unter das Papier. Mit einem Händedruck besiegelten sie anschließend auch optisch den Zusammenschluss der beiden Kommunen.

Die neue Stadt heißt ab 1. Januar Pausa-Mühltroff und hat nach jetzigem Stand 5329 Einwohner. 1749 Mühltroffer kommen somit in die neue Doppelstadt an der Erdachse. Der Ratifizierung des Vertrages wohnten der Vize-Landrat Rolf Keil, die Amtsleiterin in der Kommunalaufsicht Cornelia Panzert und die Sachgebietsleiterin Heidrun Kuhn bei.

Diesem Akt gingen zwei Beschlüsse voraus. Als erste beschlossen die Mühltroffer Stadträte einstimmig die Eingliederung der Wisentatstadt in die Erdachsenstadt. Dem folgte die Abstimmung der Pausaer Stadträte: 15 Ja-Stimmen standen dabei einer Nein-Stimme gegenüber.

Der mit CDU-Mandat als parteiloser Bürger im Rat sitzende private Handwerksmeister Gerd Steudel hatte den Beschluss abgelehnt. Er sagte später unserer Zeitung: "Der Weg, der zur Mühltroffer Eingliederung beschritten wurde, ist vernünftig", damit meint er generell die Zusammenführung beider Städte. Nach seiner Meinung ist aber der Zeitpunkt zu sehr von der Landespolitik geprägt. "Die Einheit hätte mehr aus freien Stücken erfolgen müssen", so Steudel.

Der Kommunalpolitiker ist der Meinung, dass die Landespolitiker den dringenden Finanzbedarf der Kommunen ausnutzen, "indem sie mit Prämien für freiwillige Zusammenschlüsse winken und so indirekt Druck ausüben." Deshalb habe er sich getraut, seine persönliche Meinung mit der Stimmkarte für jedermann im gut besuchten Saal kund zu tun.. st.