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Skiwelt Schöneck fit für die Saison 2009/2010
Insgesamt 13 Schneekanonen stehen bereit
Schöneck – Die Skiwelt Schöneck konnte erstmals nach Jahren der Schneeabstinenz ihre Vorzüge im Vorjahr voll zur Geltung bringen. Obwohl die Skihänge um den IFA-Ferienpark derzeit noch grün sind, gibt sich Lutz Seidel für diese Saison ebenfalls optimistisch.
Der Plauener ist seit 1. Oktober technischer Leiter bei der stadteigenen Dienstleistungsgesellschaft DLT GmbH, die die Skiwelt betreibt. Eine Aufgabe, die spezielle Qualifizierung erfordert, denn für Sessellifte gelten die gleichen strengen Sicherheitsstandards wie für Seilbahnen. Für Seidel wie für den Betriebsleiter der Anlage, Elektromeister Uwe Müller aus Schöneck, ist eine Bestätigung des Regierungspräsidium erforderlich.
Ein Blick auf die großen Displays der Funkwetterstationen mit Daten von den Skihängen zeigt im technischen Büro im Gebäude des „Hüttenwirts“ an der Talstation am Donnerstag zwar schon ein klitzekleines Minus, doch das stört den strömenden Regen draußen überhaupt nicht. Seidel glaubt jedoch dem Wetterbericht. „Wenn alle Voraussagen eintreffen, können wir am Montag mit der Beschneiung beginnen, wofür mindestens drei Grad minus erforderlich sind.“
Dabei erklärt er einige Details der hochmodernen Anlage. Insgesamt 13 schwenkbare Schneekanonen stehen zur Erzeugung der weißen Pracht bereit, die durch zwei Pistenbullys gleichmäßig verteilt werden kann. Das Wasser wird unterirdisch zu den Kanonen geführt, deren Steuerung in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen durch spezielle Computertechnik erfolgt. Allerdings reicht ein Mausklick allein nicht aus. Ständig muss bei der Beschneiung Personal vor Ort sein. Und das Umsetzen der Schneekanonen sei richtige Knochenarbeit.
Zunächst, so Seidel, wird der auch für Anfänger geeignete Schießhausberg als Nordhang komplett beschneit, danach der für etwas Fortgeschrittenere ideale Sessellifthang und als letztes der Hang an der Streugrün für Freunde rasanterer Abfahrten. Blau, rot und schwarz sind die Hänge ihrem Schwierigkeitsgrad entsprechend farblich gekennzeichnet. Je nach Wetter, das heißt Minusgraden und damit Schneeleistung der Kanonen, würde die Beschneiung eines Hangs etwa drei bis sechs Tage dauern, wie Beschneiungsmeister Markus Schlosser aus Schöneck erläutert. Von seinen Kollegen wird er liebevoll Schneekönig genannt. Wenn Petrus der Planung der Skiwelt folgt, ist bereits vor Weihnachten der Skispaß garantiert. Interessant dabei ist eine Zahl aus der letzten Saison. An guten Tagen wurden an den Drehkreuzen der Lifte aller drei Skihänge insgesamt rund 10 000 Durchläufe gezählt – was braucht es mehr, um die Attraktivität der Skiwelt unter Beweis zu stellen.
Von H. Schlangstedt
Service:
2009-12-13




