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Reichenbach beschließt Nachnutzungskonzept

Laga-Gelände als Park der Generationen

 

Reichenbach – Das Konzept zur Nachnutzung des Landesgartenschaugeländes in der Reichenbacher Altstadt steht und wurde in seinen Grundzügen vom Stadtrat auch bestätigt. Zuvor hatte Henry Ruß, der Fraktionsvorsitzende der Linken, sich gegen eine Bestätigung des Gesamtkonzeptes ausgesprochen.

 

Er schlug dagegen vor, über einzelne Punkte gesondert und immer dann abzustimmen, wenn die Verträge unterschriftsreif sind. Dies lehnte Dr. Matthias Gäckle, der das Nachnutzungskonzept federführend erarbeitet hatte, aber mit der Begründung ab, die Verwaltung brauche eine Verhandlungsgrundlage beim Ausarbeiten der Verträge. Das Konzept sieht vor, die Außenanlagen als öffentlichen „Park der Generationen“ der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Der Zaun soll allerdings erhalten bleiben, um das Gelände nachts abschließen zu können. Damit will man drohenden Vandalismus zumindest erschweren.

 

Die Stadt ist bemüht, das Gelände rund um den Musterplatz auch künftig als Ort für die verschiedensten Open-Air-Veranstaltungen wie Konzerte und Vereinsfeste anzubieten. Sie selbst will dort das Frühlingsfest ausrichten. Außerdem werden in diesem Jahr die Süddeutschen Gehermeisterschaften ausgetragen. Das Gelände um den Pink Pool soll als Außenbereich für ein Cafe auf der Heinsdorfer Straße dienen. Und den Biergarten neben dem Alten Wasserwerk will man ebenfalls wieder beleben. Die Stadt sucht einen Betreiber.


In die oberen beiden Etagen im Hauptgebäude an der Wiesenstraße zieht die Vogtland Philharmonie ein. Sie werden als Proben- und Verwaltungsräume genutzt. Die Gaststätte soll nach dem Willen der Stadtväter erhalten bleiben. Auch dort sucht man nach einem Mieter. Um das Alte Wasserwerk mit seinen Außenanlagen kümmert sich künftig der Verein „Aqua et Natura“. Außerdem haben die Schreberjugend und das Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach Interesse angemeldet, das „Grüne Klassenzimmer“ weiterzuführen. Sie könnten sozusagen als Untermieter einziehen.Die Blumenhalle wird zum Schaumagazin für die Reichenbacher Textilgeschichte umfunktioniert. Und aus der Schmetterlingshalle werden Ausstellungsräume, die eventuell die Kunsthalle Vogtland nutzen möchte. Für die Minigolf- und Skateranlage im Bereich des Unteren Bahnhofes sucht die Stadt ebenfalls einen Betreiber. Um den ehemaligen Güterschuppen hat sich die Jesusgemeinde beworben und auch einen Fünf-Jahres-Mietvertrag mit einer Option auf Verlängerung erhalten.


Mit diesen Eckpunkten, die in den kommenden Wochen und Monaten noch mit handfesten Verträgen untersetzt werden müssen, will die Verwaltung die wirtschaftliche Betreibung des Geländes und einen nachhaltigen positiven Effekt für die Stadt sinnvoll miteinander verbinden. va

 

2010-02-05



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