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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Bartsch lässt Gespräch platzen
Elsterberg – Das Gespräch ist gescheitert. Eigentlich wollten sich gestern Betriebsrat und Geschäftsführung der Enka Elsterberg auf Einladung Bürgermeister Jenennchens über das Thema unterhalten: Wie geht es weiter im Unternehmen?
Doch das Gespräch platzte, ehe es richtig begonnen hatte: Enka-Geschäftsführer Christian Bartsch verließ die Runde, weil mehr Leute anwesend waren, als er für gut befand: Betriebsrats-Chef Klaus Wirth war mit seinen Betriebsräten Achim Baierl, Dieter Hessel und Kerstin Schulze anwesend.
„Es reicht doch, wenn sich Bürgermeister, Geschäftsführer und ein Betriebsrat treffen, um die beiden Sichtweisen darzulegen“, begründete der Enka-Geschäftsführer seine Ansicht gegenüber unserer Zeitung. Für den Plauener ist nach eigener Aussage am 30. Juni Schluss; eine berufliche Perspektive habe er noch nicht.
Das trifft nach seinen Worten auch auf die Weiterführung des Enka-Standortes in Elsterberg zu. „Bis letzte Woche habe ich versucht, hier etwas anzuschieben, dass ist nun gestorben“, sagt Bartsch.
Der Betriebsrat hatte am Freitag die Einladung vom Bürgermeister bekommen – zum Gespräch mit Betriebsrat und Geschäftsleitung. Wie Betriebsrat Klaus Wirth sagt, hat er im Vogtland-Anzeiger am Montag gelesen, dass Jenennchen von dem Sechs-Augen-Gespräch einiges erwartet. „Unsere Anwälte haben geraten, nie alleine zu solchen Treffen zu gehen“, sagt Wirth auf Anfrage unserer Zeitung. Später habe Jenennchen mitgeteilt, dass es kein Sechs-Augen-Treffen sein werde.
Aber dieses Treffen endete ergebnislos. „Wir sind gesprächsbereit – aber es gibt keinen neuen Termin. Ebenso nicht für Gespräche zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung nach der Einarbeitung der neuen betriebswirtschaftlichen Zahlen in das Fortführungskonzept des Betriebsrates“, sagt Wirth.
Ein Gespräch gab es gersten trotzdem – zwischen Bürgermeister und Betriebsrat: Zu den „Enka-Werkswohnungen“, die die Stadt laut Jenennchen bereit ist zu übernehmen, damit die Bewohner etwas Sicherheit haben. Betroffen sind 217 Wohnungen in der Dr. Walter-Suchanek-Straße, der Gabelsberger-Straße und im Scholasweg, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte. j. st./ufa
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