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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Zurück in Plauen, zurück im Job
Plauen – Sachsen steht im Bundesländervergleich auf dem viertletzten Platz. Und zwar bei den Fortzügen aus Sachsen innerhalb Deutschlands. Laut dem Jahrbuch 2008, welches jährlich vom Statistischen Bundesamt Deutschland herausgegeben wird, belegt der Freistaat mit 9284 Fortzügen, nach Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, den vierten Platz.
Sachsen-Anhalt hat die meisten Fortzüge zu verdauen. Der Fortgang der Menschen für den Freistaat ist eng verbunden mit dem Fachkräftemangel, der seit geraumer Zeit, besonders im Osten Deutschlands, beobachtet wird. Besonders gen Bundeshauptstadt und Baden-Württemberg zieht es die einstige Bevölkerung Sachsens. Doch manchmal kommen auch Sachsen wieder zurück. Jüngst geschehen bei der Maler GmbH in Plauen. Dessen Geschäftsführerin Christine Adler ist „froh und glücklich“, die Plauenerin Katja Schmidt als ihre Mitarbeiterin wieder für das Vogtland zu begeistern. „Katja hat bei uns ihre Berufsausbildung als Schrift- und Grafikmalerin absolviert und wird uns nun wieder als Grafik-Designerin unterstützen“, erklärt Frau Adler.
Die 38-jährige Plauenerin war nach ihrer Ausbildung sechs Jahre lang für die Maler GmbH tätig, zog es aber dann zum Studium nach Dresden und sogar bis nach Frankreich, um dort ihr Studium zu vervollständigen. Als Grafikerin arbeitete Frau Schmidt dann in Leipzig und Dresden – und seit Juli nun wieder hier in Plauen. Ihr eigenes Büro für die Abteilung Schrift, Werbegestaltung und Siebdruck hat Katja Schmidt nun schon bezogen“, freut sich die Geschäftsführerin. Tradition und Weiterentwicklung werden verschmolzen, denn für traditionelle Drucktechniken ist die junge Frau ebenso ausgebildet, wie für aktuellen Trends. „Ein guter Mix, auch für Neues“, schlussfolgert Christine Adler, der die junge Frau schon zu ihrer Lehrzeit positiv aufgefallen war.
Somit ist sie nun besonders glücklich, ihr Team aus rund 40 Mitarbeitern mit der talentierten Dame „gut bestückt zu haben. Es schließt sich der Kreis“. Auch mit dem Malermeister Andreas Stephan, der zusätzlich noch eine Ausbildung als Raumdesigner belegte, unterstützt als engagierter Mitarbeiter die Maler-Mannschaft. Einst als Geselle im Unternehmen begonnen, sah die Chefin von Anfang an viel Potenzial, welches sie förderte. Insgesamt ist die Verbundenheit der Mitarbeiter mit der Maler GmbH hoch, in der viel Pep steckt – nicht nur durch muntere Farben an Bürowand und im Design-Logo. niseki
2009-08-12
Kommentar zu Zurück in Plauen, zurück im Job?
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