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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Weniger Insolvenzen im Vogtland
Plauen/Rodewisch – Die komplizierte Situation der vogtländischen Wirtschaft stand zwar im Mittelpunkt des Mediengespräches, zu dem vergangene Woche die Industrie und Handelkammer (IHK) Südwestsachsen Chemnitz-Plauen-Zwickau, Regionalkammer Plauen eingeladen hatte (wir berichteten).
Präsident Franz Voigt und Geschäftsführer Michael Barth konnten allerdings auch positive Fakten verkünden. Die Region sei wegen ihrer kleingliedrigen Struktur gut aufgestellt. So habe es bis 30. Juni 15 Prozent weniger Firmeninsolvenzen als 2008 gegeben. Weiter bestehe großes Interesse an Existenzgründungen. Doch das Jahr ist noch nicht vorbei, relativiert Barth. Abgerechnet werde zum Jahresende, wenn fest steht, ob Maßnahmen greifen, um Firmen am Leben zu erhalten. Bewegung gebe es auch noch bei den Ausbildungszahlen.
Die Zahl der Lehrstellen sei zwar zurückgegangen, 93 Plätze weniger als 2008, aber auch die Zahl der Bewerber. Insgesamt bewege sich die Zahl an Lehrstellen auf dem langjährigen Mittel von etwa 1200. Bewerber gebe es rund 1600. Aktuell seien 263 Lehrstellen nicht besetzt, so Bernd Kunze, Geschäftsbereichsleiter Bildung bei der IHK in Plauen. Schulabgänger und Altbewerber ohne Ausbildungsvertrag gebe es reichlich, doch oft stimmten Voraussetzungen nicht oder es bestehe für die jeweilige Branche kein Interesse. So bietet das Metall verarbeitende Gewerbe zwar rund 60 Lehrstellen weniger als im Vorjahr an, kann diese wenigeren Plätze aber auch nicht alle besetzen. Um Schüler für eine Ausbildung und die damit verbundenen Anforderungen zu sensibilisieren, veranstaltete die IHK im Januar den Tag der Bildung (mit 30 Firmen und 1500 Besuchern).
Weiter wurden der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft belebt und Weiterbildungsaktivitäten (1000 Teilnehmer) gestartet. Unter dem Motto Berufspower im Vogtland entstanden und entstehen für die Schulen DVDs, wo Firmen und Berufe vorgestellt werden. Als weitere Tätigkeitsschwerpunkte der IHK-Südwestsachsen und der Regionalkammer Plauen nannte Franz Voigt zum Beispiel den Jahresempfang im April in Chemnitz, bei dem Professor Radmacher Impulse für die Firmen gab, die Diskussion mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich bei der Firma Vowalon in Treuen und die Regionalversammlung. Diese Veranstaltungen sowie weitere dienten nicht der Selbstdarstellung der IHK, so Voigt, sie seien vielmehr auf Wirtschaftszweige und deren Bedürfnisse zugeschnitten, wie zum Beispiel die Technologiestammtische, die Infoveranstaltung für Sonderfinanzierungsprogramme 2009, der Geschäftsführertag 2009 zur Finanzkrise und zu Haftungsrisiken für Gesellschafter und Geschäftsführer, die Branchentreffs für das Taxi- und Mietwagengewerbe, für das Hotel- und Gastgewerbe oder den Handel sowie diverse außenwirtschaftliche Aktivitäten.
Ein Tourismustag, ein Expertensprechtag und der Einzelhandelsausschuss werden noch folgen, um einiges zu nennen. Insgesamt betreut die IHK-Regionalkammer Plauen etwa 15 000 Mitgliedsunternehmen. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IHK sind in den einzelnen Geschäftsbereichen für die Firmen als Ansprechpartner tätig. Im gleichen Atemzug würdigte Barth das Ehrenamt. Immerhin engagieren sich rund 700 Frauen und Männer ehrenamtlich bei der IHK für die Firmen in der Region. schin
2009-08-12
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