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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Stellenzuwachs auf Arbeitsmarkt
Plauen/Chemnitz – Der Frühjahrsaufschwung hat in Sachsen den Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vormonat belebt. Die Arbeitslosenquote liege mit 14 Prozent aber höher als im Vorjahresmonat mit 13,6 Prozent, teilte gestern die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz mit. Arbeitslos gemeldet waren rund 303 000 Menschen, 4500 weniger als im März, aber 4000 mehr als im April 2008. Die größte Zunahme verzeichne der Direktionsbezirk Chemnitz.
Im Vogtland sank die Zahl der arbeitslosen Menschen um 437 (2,4 Prozent). Aktuell gibt es laut Statistik 17 533 arbeitslose Frauen und Männer im Vogtland. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 13,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stellt sich die Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt allerdings schlechter dar. Vor einem Jahr waren 1415 Personen weniger arbeitslos gemeldet. 2008 lag die Quote im April bei 12,3 Prozent.
„Der Monat April schließt mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vogtland ab. Dennoch bleibt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung die Frühjahrsbelebung in größerem Umfang aus“, kommentiert Helga Lutz, Chefin der Agentur für Arbeit Plauen, die vorliegenden Arbeitsmarktzahlen. „Positiv entwickelten sich die Stellenzugänge auf dem ersten Arbeitsmarkt gegenüber dem Vormonat. Das Instrument Kurzarbeit und Qualifizierungsmöglichkeiten während der Kurzarbeit stellen für viele Unternehmen und deren Mitarbeiter eine Alternative dar, um auf die konjunkturelle Entwicklung flexibel reagieren zu können.“
Neu beziehungsweise erneut arbeitslos meldeten sich im April 3810 Personen, 340 mehr als im Vormonat. 1811 Personen wurden nach vorheriger Erwerbstätigkeit arbeitslos. Der überwiegende Teil von ihnen war zuvor im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, in Verkehrsberufen und im Dienstleistungsbereich tätig.
Im April konnten 4249 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 1112 mehr als im März.
Die Jugendarbeitslosigkeit hat sich im Vergleich zum März um 5,1 Prozent verringert. Die Zahl älterer Arbeitsloser ging im Vormonatsvergleich um 109 Personen zurück. Bei der Personengruppe der Langzeitarbeitslosen stieg die Arbeitslosigkeit im zurückliegenden Monat leicht an. Im Agenturbezirk sind derzeit 4544 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit betrifft den Rechtskreis SGB III. Im Bereich der Arbeitsagentur waren 6721 Menschen arbeitslos gemeldet, 806 beziehungsweise 10,7 Prozent weniger als im März. Bei den beiden ARGEn war ein Anstieg um 369 Personen (plus 3,5 Prozent) zu verzeichnen.
Der Arbeitsmarkt auf Geschäftsstellenebene: Die niedrigste Arbeitslosenquote hat Oelsnitz mit 11,7 Prozent gefolgt von Klingenthal mit 12,4 Prozent. Auerbach und die Hauptagentur Plauen liegen bei 13,9 Prozent und Reichenbach bei 14,5 Prozent.
Trotz der schwierigen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wurden der Agentur und den beiden Arbeitsgemeinschaften im April 544 ungeförderte Stellen gemeldet. Das waren 87 mehr als im März und 17 weniger als im Vorjahr. Ergänzt werden diese Stellen durch 424 Angebote auf dem zweiten Arbeitsmarkt, darunter 403 Arbeitsgelegenheiten und 21 ABM-Plätze. Insgesamt wurden 148 Stellen für Zeitarbeit, 69 Stellen im Baugewerbe, 63 Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen und 47 Stellen im Gastgewerbe gemeldet. Hinzu kommen 38 Stellen im Verarbeitenden Gewerbe.
Mit dem Einsatz von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten konnte für zahlreiche Personen die Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden. Im April wurden in 1926 Fällen Beschäftigungsbegleitende Leistungen gezahlt. Insgesamt werden über 1900 Menschen in Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten gefördert.
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