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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Reichenbacher Stadtwerke erweitern Stromnetzgebiet
Die Stadtwerke Reichenbach übernahmen von der envia Verteilnetz GmbH zum 1. Januar 2012 sämtliche Rechte und Pflichten als Stromnetzbetreiber für die nach Reichenbach eingemeindeten Ortsteile Brunn, Friesen, Rotschau und Schneidenbach.
Reichenbach - Das bestehende Netzgebiet vergrößert sich damit von 15 auf 27 Quadratkilometer, die Länge des Stromnetzes von 246 auf 302 Kilometer. Ferner kamen zu den 111 Trafostationen weitere 18 Stationen hinzu. Die Anzahl der Messstellen erhöht sich zudem um 1200 auf insgesamt 15 841, teilt Werner Siegert, Geschäftsführer der Stadtwerke Reichenbach mit.
Die Betriebsführung Strom im erweiterten Netzgebiet werde ohne zusätzliches Personal bewältigt. Zwei Elektromeister und fünf Netzmonteure sind für das gesamte Stromnetzgebiet der Reichenbacher Stadtwerke verantwortlich. Bereits seit 1998 ist das Unternehmen für das Stromnetz im innerstädtischen Gebiet Reichenbachs zuständig.
Für die Bürger der Eingemeindungen bedeutet der Eigentümerwechsel, dass Anliegen, wie zum Beispiel die Beantragung von Schachtscheinen, Änderungen von Strom-Hausanschlüssen oder Meldungen über Stromstörungen, nun in der Zuständigkeit der Stadtwerke Reichenbach liegen. Alle Belange, die das Stromnetz betreffen, können ab sofort von den Bürgern der Eingemeindungen am Standort des Bereichs Stromversorgung am Obermylauer Weg 40 (Heizwerk) in Reichenbach erledigt werden.
"Die Vorteile sind kurze Anfahrtswege für die Bürger, um ihre Anfragen zu klären, aber auch für unsere Monteure, die im Bedarfsfall schnell im Stromnetz eingreifen können", erklärt Werner Siegert.
Doch auch die Stadt profitiert von dem Wechsel des Netzbetreibers. "Die Stadtwerke als Stromnetzbetreiber integrieren sich seit jeher in städtische Baumaßnahmen. Für uns bedeutet die Abstimmung, Synergieeffekte zu nutzen und damit letztendlich Kosten zu sparen", bekräftigt Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling.
Einen automatischen Wechsel des Stromlieferanten bedeutet der Netz-Eigentümerwechsel indes nicht. Die Stromlieferverträge laufen weiter, wie bisher.
Grundlage für die Netzübernahme in den Eingemeindungen war der Stadtratsbeschluss vom November 2010, der die Stadt Reichenbach ermächtigte, einen Konzessionsvertrag für das Stadtgebiet, inklusive der eingemeindeten Ortsteile, mit den Stadtwerken zu schließen. Die Kommune hatte im März 2010 die Konzession für das gesamte Stadtgebiet ausgeschrieben. va
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2012-01-09
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