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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Rebesgrüner Firma erhält Innovationspreis
Unternehmen überzeugt Jury auf der Heimtextil Fachmesse
Rebesgrün – Die Jury war sich einig – der Innovationspreis für „Architektur Textil Objekt“ geht in diesem Jahr an die Rebesgrüner Firma Gerber Spitzen & Stickereien GmbH. Verliehen wurde die Auszeichnung bei der Internationale Messe „Heimtextil“ in Frankfurt / Main. Siegesgarant war das Programm „3-D-Stickerei für Textile Flächen“.
„Wir wurden im Vorfeld der Heimtextil angeschrieben und haben uns beteiligt“, so Vertriebsleiterin und Prokuristin Nicole Gerber. Und die Konkurrenz war groß – die 39 Bewerber kamen aus der ganzen Welt. Am Sieger-Preis mit der genauen Bezeichnung „highStick-Futura“ waren sogar noch zwei weitere Vogtländer beteiligt – die Firma Textilveredlung Schneider Plauen und das Textilforschungsinstitut Greiz – beide langjährige Partner der Rebesgrüner. Laut Begründung der Jury auf der Heimtextil verfüge „Futura“ über einen außergewöhnlich hohen architektonischen Innovationsgrad und ein breites Potenzial.
Und für was kann man diese textile und architektonische Neuheit nutzen? „Für vieles – beispielsweise als dekorativer Raumteiler oder zur Schalldämmung. Das Produkt ist in allen Größen und Farben erhältlich“, sagt Nicole Gerber, die jetzt auf zahlreiche Käufer hofft. Das Ganze wurde auf der Heimtextil erstmals einer größeren Öffentlichkeit und einem Fachpublikum präsentiert. Im Juli des vergangenen Jahres waren die Vogtländer mit dem Prototyp schon einmal bei einer Ausstellung in der Sächsischen Landesvertretung in Berlin präsent.
Besonders gefiel der Jury laut Gerber auch die Neuinterpretation der Plauener Spitze – „zwischen Tradition und Zukunft“. Das entspricht genau der Firmenphilosophie, nämlich das Markenzeichen der Spitzenstadt „ein wenig vom „Oma-Image weg zu bringen“. Trotzdem sei bei den hochwertigen Artikeln nach wie vor viel Handarbeit und Fingerfertigkeit erforderlich. Neben modischen Spitzen und Accessoires für die Bekleidungsindustrie besteht das Hauptsortiment der Rebesgrüner aus Tischwäsche und Gardinen unter dem weltbekannten Markennamen „Plauener Spitze“. Und die geht auf alle fünf Kontinente – Hauptexporteur ist Japan.
Derzeit sind beim bereits 1906 in Rebesgrün gegründeten Unternehmen 40 Mitarbeiter beschäftigt. Die Wirtschaftskrise macht sich auch hier bemerkbar – allerdings schon seit einigen Jahren. Die meisten Sorgenfalten bereiten „Billigimporte aus Asien und der Türkei“, so Nicole Gerber. M. W.
2010-01-22
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