Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Neue Firma in Ex-Wema Vogtland auf gutem Weg

Plauen – Neue Chance für die ehemaligen Mitarbeiter der Wema Vogtland GmbH Plauen: Nachdem bereits 35 der ehemals 180 Wemaraner aus der Insolvenz heraus beim Nachfolger Wema Vogtland Technology GmbH einen Arbeitsplatz gefunden haben, gibt es nach Aussage des Insolvenzverwalters für weitere 15 eine Beschäftigung.

Für den Bereich Teilefertigung, der seit der Insolvenz im Oktober vorigen Jahres von ihm verwaltet wurde, sei ein Käufer gefunden worden, teilte gestern Dr. Christoph Junker mit. Das neue Unternehmen werde künftig unter dem Namen Vogtland Werkzeugmaschinen GmbH am Markt tätig sein. Junker zeigte sich erfreut darüber, dass zwischen den beiden neuen Unternehmen eine enge Zusammenarbeit angestrebt wird. „Die Konzeptionen der beiden Firmen sehen – gute Auftragsentwicklung vorausgesetzt – außerdem vor, in den nächsten Monaten weiteren ehemaligen Wema-Mitarbeitern Job-Angebote zu unterbreiten“, so der Insolvenzverwalter.

Der Inhaber der Wema Vogtland Technology GmbH, Andreas Quak, will bis Ende des Jahres weitere 15 Beschäftigte einstellen. Für ihn ist das neue Unternehmen nur eine Hallentür weiter ein optimaler Partner. „Wir beziehen von ihm die Teile, die wir für die Montage der Maschinen brauchen“, sagte er. Über den Namen des Käufers, den er aus den Verkaufsgesprächen kenne, wollte er nichts sagen. Quak, der den Bereich kommissarisch leitete, freut sich, dass wieder Wemaraner einen Arbeitsplatz haben. „Wir garantieren dem Teileproduzenten eine Grundauslastung, und ich denke, dass über Lohnfertigung weiter Aufträge in die neue Firma kommen.“

Sein eigenes Unternehmen, das sich mit einem Team von Technikern, Monteuren und Konstrukteueren hauptsächlich auf den Umbau von Werkzeugmaschinen spezialisiert, sieht Quak auf einem soliden Wege. „Bislang sind wir auf Grund unserer ‚Kleine‘ gut durch die Krise gekommen. Wir haben unser – moderates – Umsatzziel für dieses Jahr Ende Oktober überschritten. Doch Euphorie ist nicht meine Sache.“ Sein Ziel für die Wema Vogtland Technology sei, weltweit der größte Werkzeugmaschinen-Umbauer und -Modernisierer zu werden. Aufträge bis Mai 2010 füllten die Bücher. Besonders freut es Quak, dass aus Frankreich bereits ein Wiederholungsauftrag von Ford für Umbauten kam. „Das ist für unser junges Unternehmen super. Dabei öffnet uns auch der Name Wema die Türen der Automobilindustrie.“

 

Von Marion Thümmel


2009-11-13




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