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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vogtländisches Know-how gefragt
Vertreter der litauischen Stadt Šiauliai sind derzeit in Plauen und schauen sich verschiedene Recycling-Betriebe an.
Plauen/Siauliai – Eine Delegation aus der neuen Plauener Partnerstadt Šiauliai in Litauen weilt derzeit im Vogtland. Gemeinderat Raimundas Jakutis und Stadtvertreterin Egle Bruiene besuchen mehrere Recycling-Unternehmen in Plauen und im Vogtland. In ihrer Region soll in zwei Bauschritten für eine Investitionssumme von rund 20 Millionen Euro eine größere Anlage für die Abfallaufbereitung entstehen.
„Die Litauer wollen davon profitieren, was Plauen für Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat“, sagt Dr. Bernd Märtner, Geschäftsführer der M & S Umweltprojekt GmbH. Sein Unternehmen besitzt seit Jahren auch eine Tochterfirma in Šiauliai. Märtner organisierte in Abstimmung der Litauer den Besuch. Er erhofft sich in verschiedenen Bereichen eine Zusammenarbeit. Die vogtländischen Spezialbetriebe könnten von der geplanten Großinvestition profitieren. „Das ist das erklärte Ziel“, so Märtner.
Auf der dreitägigen Delegationsreise standen am ersten Tag Besuche bei der Abfallentsorgung Plauen, einer Kompostieranlage in Oelsnitz und einer Erdbau- und Abbruchfirma in Plauen an. Inhaber Wilfried Kessler erklärte auf seinem Firmengelände am Leuchtsmühlenweg, wie Mineralstoffe aufbereitet und der Bauindustrie wieder zugeführt werden können. Im Hintergrund arbeitete eine Baumaschine, die 2500 Tonnen Schutt in der Stunde verarbeiten und trennen kann.
Am zweiten Tag schaute sich die Delegation unter anderem eine Wertstoff- und Ersatzbrennstoffaufbereitungsanlage in Schneidenbach, eine Biogasanlage in Zobes und Wasseraufbereitungstechnik in Plauen an. Am Mittwoch sah das Programm Besichtigungen eines energieeffizienten Kindergartenneubaus und eines Wirtschaftsbaues vor. Die Städtepartnerstadt mit Šiauliai besteht seit Herbst vergangenen Jahres. Die Stadt im Norden von Litauen hat rund 126 000 Einwohner. mar
2011-05-11
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