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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Neuanfang mit einer Salzgrotte
Schon im Vorraum kitzelt Luft die Nase
Rodewisch – Gewusel im Empfangsbereich. Mütter ziehen ihren Kindern weiße Baumwollsocken über die Füße und begeben sich dann in die Salzgrotte. „Es sind vor allem Kinder, die Probleme mit den Atemwegen haben“, sagt Inhaber Steffen Benkert. Als Berufskraftfahrer hatte er den Job verloren. Mit der ersten Salzgrotte im Vogtland wagte er einen Neuanfang.
Viele Menschen hören von ihrem Arzt: „Fahren Sie ans Meer. Die Salzluft wird Ihnen guttun.“ Nur: Der Urlaub dauert nicht ewig, und daheim kommen die Beschwerden zurück. Eine gute Alternative zu einem Umzug ans Meer ist die Salzgrotte in Rodewisch. Steffen Benkert und Lebensgefährtin Diana Eisert (sie arbeitet als Polizeibeamtin) bieten Erholung, Entspannung und Stressabbau für jedermann. Kurz: Gesundheit durch Meeresmikroklima. Seit November 2008 heißen sie Gäste in der Salzgrotte willkommen. Derweil gibt es einen Kundenstamm, der die natürliche Heilkraft des Salzes nicht mehr missen möchte. Hauptsächlich ältere Menschen und Mütter mit Kindern gehören dazu.
Schon im Vorraum der Grotte kitzelt die Luft die Nase. Besucher brauchen nichts mitzubringen. Der Aufenthalt dauert 45 Minuten und ist in normaler Kleidung möglich. Die Salzgrotte besteht aus 13 Tonnen Totes-Meer-Salz und Himalaya-Salz. Die Wände sind mit Salzsteinen ausgemauert, unter den Füßen spürt man das loseSalz. Bis zu zehn Personen können es sich auf Liegen bequem machen. Leise Entspannungsmusik und Lichtspiele hüllen sie ein. Die kleinsten Besucher können im Salzkasten spielen. Eine Voranmeldung ist empfehlenswert, um nicht unnötig warten zu müssen und auch, um die nötige Ruhe zu haben.
Nicht nur bei Atemwegserkrankungen hilft die Salzluft. Auch Hauterkrankungen, Allergien, Herz- und Gefäß-, Magen- und Darmerkrankungen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen können gelindert beziehungsweise geheilt werden. Die Luft in der Grotte ist reich an wertvollen Mineralien und Spurenelementen, wie zum Beispiel Jod, Calcium, Kalium, Magnesium, Silicium, Eisen und Selen. Seit Jahrhunderten ist die Heilwirkung von natürlichem Salz bekannt. Schon in der Antike und bei den Ägyptern wurden Verbände, Bäder und Salben mit Zusatz von natürlichem Salz hergestellt. Seine antibakterielle, antiallergene und entzündungshemmende Wirkung findet heute in der modernen Medizin vor allem bei Soletherapien ihren Einsatz.
Neu in der Rodewischer Salzgrotte ist die Vernebelung mit Salz aus dem Toten Meer. Der Wirkungsgrad wird erhöht, wobei feinste Partikel bis tief in die Lunge gelangen. Durch die Einleitung des mikrofeinen Solenebels entsteht ein Reizklima, das dem des Toten Meeres gleicht. B.W.
2010-01-27
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