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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Plauener Firma bei Cargobeamer-Projekt dabei

Leipzig/Jocketa – Die Güter werden dabei mit dem kompletten Sattelauflieger auf Waggons verladen. Das spare Zeit und Kosten, hieß es gestern bei der erstmaligen Präsentation des Cargobeamers in Leipzig. Die speziellen Züge sollen ab kommendem Jahr in Serie produziert werden und ab 2014 zwischen Rotterdam und Riga pendeln.


Wie bereits der Vogtland-Anzeiger berichtete, sind auch die Lehmann Maschinenbau GmbH aus Jocketa und das Ingenieurbüro Rudat aus Plauen an dieser umwelfreundlichen und zeitsparenden Lösung für das Transportwesen beteiligt. Den Güterumschlag im Cargobeamer-System erleichtern befahrbare Ladeschalen, die über Rollen von den Waggons auf die Bahnsteige ausgefahren werden. Darauf werden die Auflieger abgestellt und dann an Bord der Waggons gehoben. „Innerhalb von 15 Minuten können wir so jeweils 36 Sattelauflieger be- und entladen“, erklärte Hans-Jürgen Weidemann, einer der beiden Entwickler. Alle mechanischen Teile zur Befestigung der Sattelauflieger in der Spezialwanne stammen aus Jocketa, sagte Lehmann-Projektleiter Werner Kirsten.


Mit der Technik sollen nicht nur die Kosten für Spediteure und Logistik-Unternehmen erheblich gesenkt werden. Der Cargobeamer diene auch dem Klimaschutz. Laut Angaben der Entwickler wird im herkömmlichen Güterverkehr auf der Straße im Vergleich zum Cargobeamer das Zweieinhalbfache an Kohlendioxyd ausgestoßen. Die Entwicklung des Projektes wird von der Europäischen Union gefördert und kostete bislang rund zehn Millionen Euro.


Die neue Technologie könnte nach Darstellung der Entwickler eine Antwort auf die überfüllten Verkehrsadern sein. Nach jüngsten Schätzungen des Bundesverkehrsministeriums werde der Güterverkehr auf der Straße bis zum Jahr 2025 um rund 80 Prozent zunehmen. „Die Entwickler haben die Weichen gestellt, jetzt muss auch die Politik nachziehen und die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene weiter fördern“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, die das Projekt unterstützt. „Mit dieser Technik können wir die Verkehrsprobleme auf deutschen Straßen lösen.“  va

 

2010-09-06




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