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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Bauerfeind verpackt Hilfsmittel für Olympia 2010
Zeulenroda – Knapp acht Wochen vor Beginn der Winterspiele in Kanada sind bei der Hilfsmittelfirma Bauerfeind AG in Zeulenroda die Sachen gepackt. Bandagen, Orthesen und Kompressionsstrümpfe gehören ebenso zum Reisegut wie moderne Messtechnik, Maschinen und Werkzeug zum individuellen Anpassen der Produkte.
Die Fracht ist so umfangreich wie nie: Erstmals betreut die Firma Bauerfeind im Verletzungsfall die Athleten aller teilnehmenden Nationen. Insgesamt neun Paletten mit über 2000 Produkten wurden in den vergangenen Tagen auf die Reise nach Kanada geschickt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Fracht besteht hauptsächlich aus Bandagen sowie Produkten mit Stütz- und haltungskorrigierenden Elementen (Orthesen) – allesamt zum Behandeln typischer Wintersportverletzungen im Bereich von Hand, Knie und Sprunggelenk.
„Wir haben dieses Jahr zwei Paletten mehr als 2008 für Peking. Aber in Kanada sind wir auch für die Athleten aller Nationen da“, erklärt Lars Birnbaum, Projektleiter Olympia bei Bauerfeind. Der Hilfsmittelhersteller, seit 2001 offizieller Ausstatter der deutschen Olympiamannschaften, hat in Kanada den Status „Friend of the Games“ (Freund der Spiele) und ist erstmals offizieller Partner eines Olympia-Organisationskomitees. Konkret bedeutet das: In den Polikliniken der beiden Olympischen Dörfer in Vancouver und Whistler unterstützt je ein Bauerfeind-Team die Arbeit der dort tätigen Ärzte. Verletzt sich ein Sportler, wird das für ihn optimale Bauerfeind-Produkt in Abstimmung mit den Ärzten oder Physiotherapeuten ausgewählt. Zum Service der Thüringer gehört auch das maßgenaue Anpassen des Produkts.
Darüber hinaus liegt an allen olympischen Wettkampfstätten jeweils ein Paket mit Bandagen und Orthesen aus Zeulenroda für die schnelle Erstversorgung bereit. Neben dem Engagement als „Freund“ ist die Firma auch präsent im Deutschen Haus, dem Treffpunkt von Athleten, Sportfunktionären, Sponsoren und Journalisten. Hier richtet das Unternehmen – wie schon in Salt Lake City, Athen, Turin und Peking – eine orthopädietechnische Service-Station ein. „Allerdings wird die in Vancouver etwas kleiner ausfallen, da uns die deutschen Athleten in den Polikliniken der Olympischen Dörfer in Anspruch nehmen können“, informiert Lars Birnbaum. Ungefähr 17 Tage dauert die Reise der Paletten von Zeulenroda nach Vancouver auf dem Seeweg. Das Schiff fährt zunächst von Bremerhaven nach Montreal. Per Bahn geht es weiter nach Vancouver. Die Spiele werden am 12. Februar 2010 offiziell eröffnet. va
2009-12-19
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