Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Nebenerwerb auf dem Vormarsch

Plauen - Mit verbesserter konjunktureller Arbeitsmarktlage reduziert sich die Zahl der Betriebsneugründungen. Dieses Verhalten beobachten die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) seit Jahren und so ist es nicht verwunderlich, dass auch 2010 die Neugründungen um 1,3 Prozent zurückgingen, teilt die IHK Chemnitz mit. Von den knapp 32 000 neu entstandenen Unternehmen erfolgten die meisten Gewerbeanmeldungen in der Branche Handel, dicht gefolgt vom Baugewerbe und auf dem dritten Rang, mit gut ein Drittel weniger, das Gastgewerbe.

Die günstige wirtschaftliche Situation fördert laut IHK zunehmend die Nebenerwerbsgründungen, also Gründungen, die zusätzlich zu einer Erwerbstätigkeit, einem Studium oder der Arbeitslosigkeit erfolgen. Hier ist ein Zuwachs von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu registrieren. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer von der Industrie- und Handelskammer Chemnitz durchgeführten Umfrage bei Kleingewerbetreibenden. Diese Befragung befasst sich mit der regionalen Entwicklung der Gründungstätigkeit in den Jahren 2008 bis 2010. Auf diese Weise konnte eine repräsentative Abbildung des Gründungsgeschehens in Südwestsachsen erfolgen.

Existenzgründer leisten einen entscheidenden Beitrag für das Wachstum der Wirtschaft. "21 Prozent der Befragten gründeten im Nebenerwerb und gingen erst später in den Haupterwerb über. Zwei Drittel der Unternehmen benötigen in der Regel ein Startkapital bis maximal 10 000 Euro", berichtet IHK Referatsleiterin Franca Heß. Rund 40 Prozent der Jungunternehmen beschäftigt Personal in Voll- und Teilzeit.

Viele Gründer bringen zu wenig Eigenkapital mit an den Start und dadurch gestaltet sich die Geschäftsentwicklung oft unsicher. Die IHK-Erfahrungen zeigen, dass ohne unternehmerisches Bewusstsein kaum der Aufbau einer tragfähigen Selbstständigkeit gelingt. Die IHK Chemnitz will Gründer ermutigen und sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten. Neben der persönlichen Beratung, auf die die IHK besonderen Wert legt, gibt es aktuelle Hinweise sowie Informationen zur Gründung selbst und zu den konkreten Rahmenbedingungen auf der Online-Plattform www.chemnitz.ihk24.de. Nach wie vor ist festzustellen: "Eine fundierte Gründungsvorbereitung ist das A und O für den Schritt in die Selbstständigkeit. Wer übereilt gründet macht oft Fehler, allein die zündende Idee reicht nicht immer aus", betont Franca Heß.

Die Gründungsberater der IHK Chemnitz sind in den StarterCentern in allen regionalen Gliederungen gern behilflich. Ansprechpartnerin: Franca Heß, Referatsleiterin Existenzgründungs- und Existenzsicherungsberatung bei der IHK Chemnitz, Telefon: 03 71 / 69 00-13 10.

2011-11-18




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