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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Manroland: Kurzarbeit hält in Plauen weiter an
Offenbach/Plauen – Nach rekordverdächtigen drei Jahren Kurzarbeit kehrt das Offenbacher Werk des Druckmaschinenhersteller manroland zur Normalbeschäftigung zurück. Die etwa 2000 Beschäftigten sollen wieder regulär arbeiten, teilte das Unternehmen mit.
Im Werk Plamag in Plauen werde hingegen noch kurzgearbeitet, so Pressesprecherin Eva Doppler auf Anfrage unserer Zeitung. Grund für das Ende der Kurzarbeit in Offenbach ist laut Mitteilung die gute Auslastung im Bogendruck. Der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller profitiere von Aufträgen aus Asien und Südamerika.
Trotzdem hält manroland an der bis Ende 2012 geplanten Personalreduzierung in Offenbach auf 1600 Mitarbeiter fest. Außerdem soll der bestehende Ergänzungstarifvertrag, der Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld vorsieht, in Kraft bleiben.
Der mit Defiziten kämpfende Konzern fährt in Augsburg, Offenbach und Plauen seit langem einen harten Sparkurs. Im vergangenen Jahr machte der Maschinenbauer einen operativen Verlust von 66 Millionen Euro, nach minus 88 Millionen Euro im Jahr zuvor. Zahlen zum ersten Halbjahr 2011 will manroland im August veröffentlichen. dpa/red
2011-07-04
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