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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Innovationspreise an junge Kreative verliehen
Plauen – „Jugend, Bildung und Innovation in der Region fördern“, lautet eine der wohl formulierten Zielstellungen, die sich der Rotary Club Plauen auf seine Fahnen geschrieben hat. Und wie ließe sich die Jugend besser motivieren, als herausragenden Leistungen Aufmerksamkeit zu schenken und einen Preis auszurufen, so das Credo des Clubs.
Der Rotary Club Plauen verlieh am Samstag im IHK-Saal zum sechsten Mal seinen „Innovationspreis für Diplomarbeiten“. Die potentiellen Kandidaten bei der Auswahl für diesen Preis fand die Rotary-Jury in sächsisch-vogtländischen Hochschuleinrichtungen sowie an der Berufsakademie in Plauen (BA). Den ersten Preis holte sich Annett Bartsch, erfolgreiche Absolventin der BA. Den zweiten Platz belegte der Markneukirchener Instrumentenbauer Thomas Schön.
Den dritten Preis erhielt das Team Keilig, Franke, Arnold und Steinbüchel, alle Architektur-Absolventen der Westsächsischen Hochschule Zwickau/Reichenbach. Die Kandidaten boten während der Feierstunde in je zehn Minuten informative Kurzversionen ihrer ausgezeichneten Arbeiten dar. Das Team um Alexander Keilig von der Hochschule Zwickau, Fachbereich Reichenbach, stellte sein Projekt zum Thema eines intelligenten Wandsystems namens „Pneukox“ vor. Thomas Schön, der Diplommusikinstrumentenbauer aus Markneukirchen, präsentierte eine besondere Gitarre, die ergonomisch und aus medizinischer Sicht innovativ für eine bessere Haltung des Musikers beim Spiel an seinem Instrument steht. Die Siegerin Annett Bartsch beschäftigte sich dagegen auf eher trockenem wirtschaftlichen Terrain. Sie befasste sich in ihrer mit dem ersten Innovationspreis geehrten Diplomarbeit mit der „Umsetzung gesetzlicher Regelungen zur Angemessenheitsdokumentation nach dem Verwaltungsgrundsätze-Verfahren“.
„Es ist schön, dass ich den Preis erhalten habe“, bekundete der Zweitplatzierte Thomas Schön im Anschluss. Bei aller Freude aber wollte er zwei Wermutstropfen nicht unerwähnt lassen. Sein innovatives Produkt der ergonomischen Gitarre habe bisher keinen Abnehmer gefunden. „Es ist schwer, mit der Industrie ins Geschäft zu kommen, die mauern sehr und sind zögerlich“, sagte der 28-Jährige, der zur Zeit auch noch auf Jobsuche ist. fb
2010-12-02
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