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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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IHK | Lage in der Region weiter angespannt
Plauen/Rodewisch – Die wirtschaftliche Lage im Vogtland ist angespannt, resümierte gestern Franz Voigt, Präsident der IHK-Regionalkammer Plauen und Geschäftsführer der Vogtländischen Straßen-, Tief- und Rohrleitungsbau GmbH Rodewisch (VSTR). „Meldungen vom Erreichen der Talsohle können nicht bestätigt werden“, betonte Voigt.
Jedoch seien erste, vorsichtige Anzeichen „einer Bodenbildung“ im Auftragseingang einiger Branchen zu bemerken. Als problematisch schätzte er die eher zähe Erholung des Finanzsektors sowie die Vorgehensweise der Kreditversicherer ein. Es bestehe zwar keine flächendeckende Kreditklemme, allerdings verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen gerade für kleinere Unternehmen. Die entstehenden Liquiditätsengpässe gefährden zunehmend die Existenz von Betrieben, aber auch die Vorfinanzierung von Aufträgen.
Als Gefahr wird auch die hohe Arbeitslosigkeit gewertet, welche die Krise in die breite Bevölkerung trage und damit ein Durchgreifen auf konsumnahe Branchen wie Einzelhandel, Gastgewerbe und Dienstleistungswirtschaft bewirke. Der einstige Wachstumsträger der Region, die export- und zulieferorientierte Industrie, muss mit enormen Auftragsrückgängen und einem stark sinkenden Export kämpfen. Auch das Verkehrsgewerbe sei von der negativen Entwicklung der Industrie betroffen.
Die hoffnungsvollen Erwartungen der Baubranche im Zusammenhang mit den Konjunkturpaketen am Jahresanfang haben sich laut Voigt nicht erfüllt. Im Handel spiele die Kaufzurückhaltung eine negative Rolle. Trotz rückläufiger Verbraucherpreise sei keine Kaufkraftstärkung zu verzeichnen. Im Hotel- und Gastgewerbe erbrachte eine Umfrage positive und negative Antworten. Viele spürten die Sparsamkeit der Gäste. Die Übernachtungszahlen seien jedoch gestiegen.Für das Dienstleistungsgewerbe lief das Jahr bislang insgesamt zufrieden stellend. schin
2009-08-07
Kommentar zu IHK | Lage in der Region weiter angespannt?
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