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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Helga Lutz: Mehr als 100 Lehrstellen bleiben unbesetzt
Plauen – Im Vogtland haben noch 277 Jugendliche zum Start des neuen Ausbildungsjahres keine Ausbildungsstelle gefunden, teilte gestern die Agentur für Arbeit Plauen mit. Dem gegenüber stehen noch 351 nicht besetzte Ausbildungsangebote. Die Arbeitsagentur verzeichne in diesem Jahr mit rund 1650 Stellen einen Zuwachs von fast 30 Prozent. In den letzten Monaten hätten insgesamt 1326 Jugendliche mit Hilfe der Berufsberatung ein Angebot gesucht. Das sind laut Agentur fast sechs Prozent mehr als vor einem Jahr.
Ausbildungschancen sind in fast allen Branchen noch vorhanden, sagt Agenturchefin Helga Lutz: „Aktuell gibt es beispielsweise noch freie Lehrstellen für Kaufleute im Groß- und Einzelhandel, Köche, Restaurantfachleute, Mechaniker, Kraftfahrzeugmechatroniker und Bäcker. Es werden aber auch noch Friseure und Hotelfachleute gesucht.“
Das erhöhte Angebot an Ausbildungsstellen zeige den Bedarf der vogtländischen Wirtschaft an Nachwuchskräften, meint Lutz. „Auf der anderen Seite fehlen aus demografischen Gründen die Jugendlichen, um die Lücke zu schließen.“ Die Arbeitsmarktexpertin rechne damit, dass bis Ende September mehr als 100 Ausbildungsstellen in der Region nicht besetzt werden können. „Die Unternehmen sollten auch leistungsschwächere Jugendliche bei der Auswahl berücksichtigen. Bedarfsgerecht können wir mit ausbildungsbegleitenden Hilfen unterstützen“, so Helga Lutz.
Zur Sicherung des regionalen Fachkräftebedarfs starte im Januar die Initiative „Lernen, Arbeiten und Leben im Vogtland“ der Agentur für Arbeit Plauen mit dem Amt für Wirtschaftsförderung des Landratsamtes unter Beteiligung der Kreisstädte sowie der IHK und der HWK.
2011-08-31
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