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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Greizer erforschen textile Solarzellen
Greiz - "Textilien, die selbstständig Sonnenenergie in elektrischen Strom wandeln, werden schon in zehn Jahren zum Alltag gehören und künftigen Generationen das Leben auf vielen Gebieten erleichtern." Diese Prognose wagt Dr. Uwe Möhring, Geschäftsführender Direktor des Textilforschungsinstituts Thüringen-Vogtland (TITV).
Das in Greiz ansässige Institut erforscht gegenwärtig gemeinsam mit dem Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK), Rudolstadt, und der Universität Gießen die Funktionsgrundlagen von textilen Solarzellen. Das mit dem Titel "TexSolar" bezeichnete Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Die Textilforscher befassen sich unter anderen mit der Fixierung von Zinkoxidschichten auf leitfähigen Fäden. "Die auf diese Weise erzeugte textile Solarelektrode ist eine wichtige Voraussetzung für die Herstellung textiler Farbstoffsolarzellen, die anschließend im Webprozess miteinander verbunden werden und dann im wahrsten Sinne des Wortes für Spannung sorgen. Diese Spannung entsteht nicht mehr - wie bislang bei Solarfolien praktiziert - an empfindlichen dünnen Schichten, sondern an hochflexiblen und mechanisch stabilen Fasern und Fäden. Die textile Fläche selbst wandelt Licht in elektrische Energie um", erläutert Dr. Uwe Möhring.
Noch sind die an den textilen Substraten erzielten Wirkungsgrade gering. Sie reichen aber bereits aus, um drahtlose Sensoren autark mit Energie versorgen zu können. Wenn es den Textilforschern gelingt, die textilbasierten Solarzellen weiter zu optimieren, dann rücken großflächige Anwendungen auf Zelten, textilen Bauten, Lkw-Planen, Sonnenschutz-Textilien oder auf der Bekleidung in greifbare Nähe. Verbraucher müssen sich jedoch noch fünf bis zehn Jahre gedulden. Gegenwärtig läuft die Grundlagenforschung. Sie ist die Voraussetzung für die Produktion von Solartextilien im industriellen Maßstab. va
Service:
www.titv-greiz.de
2010-06-03
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