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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Goldener Oktober auf Arbeitsmarkt im Vogtland
Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Mit 7,8 Prozent fiel die Arbeitslosenquote im Agenturbereich Plauen in Sachsen am niedrigsten aus.
Chemnitz/Plauen – Der Arbeitsmarkt in Sachsen zeigt sich bei anhaltender Konjunktur weiter robust. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Chemnitz mitteilte, sank die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum September um 4216 auf 201 050.
„Das ist die geringste Arbeitslosigkeit seit Einführung der Statistik in Sachsen 1991“, sagte die Geschäftsführerin Grundsicherung der Regionaldirektion, Konstantine Duscha. Lediglich im Januar 1991 habe es mit 200 100 weniger Arbeitslose gegeben. Die Arbeitslosenquote sank von 9,6 Prozent im September auf 9,4 Prozent.
Bundesweit gab es im Oktober 59 000 Arbeitslose weniger – 2 737 000 Männer und Frauen waren in Deutschland ohne Beschäftigung. Das waren 204 000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,0 Prozent gelegen.
Vom Anstieg der Beschäftigung haben laut Arbeitsagentur vor allem die Zeitarbeit, das verarbeitende Gewerbe und der Logistikbereich profitiert. Auch im Handel und im Bereich Information und Kommunikation arbeiteten deutlich mehr Menschen als 2010. Mit 7,8 Prozent fiel die Arbeitslosenquote im Agenturbereich Plauen am niedrigsten aus, gefolgt von Zwickau (8 Prozent) sowie Annaberg-Buchholz und Pirna (beide 8,2 Prozent). Schlusslicht war der Bereich Leipzig mit 11,2 Prozent.
Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) sieht angesichts noch vieler freier Stellen für die Menschen in Sachsen gute Chancen, Arbeit zu finden. Der DGB in Sachsen hat trotz der „berechtigten Freude über die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt“ darauf hingewiesen, dass diese nicht allen zu Gute komme.
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