Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Goldbeck Treuen peilt Rekord an

Volle Bücher vieler Firmen füllt auch der Goldbeck Ost GmbH in Treuen mit vielfältigen Bauprojekten die Auftragsbücher. Das 20-jährige Unternehmen erwartet erneut ein Rekordjahr.

Von Marjon Thümmel

Treuen - Die Regionalgesellschaft Ost mit den dazu gehörenden sechs Niederlassungen hat ihre Bauleistung im vergangenen Geschäftsjahr - es endete am 31. März - um 13 Prozent gesteigert. Der Umsatz erreichte mit einem Plus von 34 Prozent die stolze Höhe von 276 Millionen Euro, wie Geschäftsführer Lars Luderer am Donnerstag in Treuen sagte und hinzufügte: "Im laufenden Jahr peilen wir sogar 350 Millionen Euro an." Die in Bielefeld ansässige Goldbeck-Gruppe erzielte 1,1 Milliarden Euro Umsatz

Wie Luderer sagte, profitierte der Anbieter von Systemlösungen im Industriebau von der Konjunktur. Besonders Autohersteller und -zulieferer hätten ihre Produktionsstätten erweitert. Aber es sind auch größere Investitionen wie der Flugzeughangar für die Air Berlin in Berlin-Schönefeld, ein 20-Millionen-Projekt für einen chinesischen Lebensmittelhersteller in Halle oder ein Fertigungswerk für Opel in Eisenach sind dabei. Außerdem ist Goldbeck Treuen auch in Bayern, im Saarland oder Norddeutschland unterwegs - bauen dort für Unternehmen, die im Vogtland Niederlassungen haben mit deren Referenzen.

Auch Parkhäuser und Schulbau boomten weiter. Bei letzterem setzten 15 von 16 Bundesländer auf öffentlich-private Partnerschaften zur Finanzierung, zum Bau und betrieb kommunaler Projekte - nur Sachsen stelle sich hingegen quer. "Das ist nicht zu verstehen. Der Freistaat muss sich drehen. Denn an den sächsischen Schulen gibt es einen Investitionsstau von 600 Millionen Euro, die die Kommunen allein nie stemmen können", sagte Landrat Dr. Tassilo Lenk, der beim gestrigen Bilanzpressegespräch der Goldbeck Gruppe - per Videokonferenz - in Treuen dabei war.

Um den Auftragsboom bewältigen zu können, sei die Mitarbeiterzahl am Standort Treuen der Goldbeck Ost GmbH und der Goldbeck Bauelemente GmbH um gut 40 auf 503 gewachsen. Es werden noch immer Fachkräfte gesucht. Geplant ist ein spezielles Team für umweltgerechtes Bauen zu entwickeln. Schon jetzt hat Luderer, der in der Unternehmens-Gruppe den Hut aufhat für Schlüsselfertiges Bauen die Idee, per Windkraft die LED-Beleuchtung in den von Goldbeck Ost gefertigten Parkhäusern zu betreiben. "EinWindrad habe ich schon gekauft. Es wird jetzt an der Autobahn getestet", sagte er.

"Die prozesstechnischen Anforderungen unserer Kunden an den Bau werden immer größer. Das treibt uns voran und bietet interessante Aufgabengebiete auch für junge Leute", so Luderer. Und wie sagte doch Jörg-Uwe Goldbeck: "Wir wollen attraktiv sein für Menschen, die etwas bewegen wollen."

2011-09-02




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