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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Erfal Falkenstein bekommt Wachstumspreis
Plauen/Falkenstein – Die Sieger im diesjährigen Wettbewerb „Wachstumspreis 2010“ der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau wurden Donnerstagabend in der Sparkasse Vogtland in Plauen im Beisein von Finanzminister Georg Unland gekürt. Erstmals dabei ist unter den vier Preisträgern ein vogtländisches Unternehmen – die Erfal Erler e. K. aus Falkenstein.
Von 64 nominierten Unternehmen bewarben sich 28 um die vier Wachstumspreise und zwei Sonderpreise. „Alle 28 Bewerbungen sind der Beweis dafür, dass Engagement und Mut der Unternehmer zum Erfolg führen“, betont Mathias Merz, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau. Den Umsatz erhöhen, den Exportanteil ausbauen und Arbeitsplätze sichern – das sind einige Wachstumskriterien, die von der Jury bewertet wurden. Erstmalig konnten sich Unternehmen aus dem gesamten Direktionsbezirk Chemnitz bewerben. Die gekürten Wachstumsunternehmen erhielten jeweils die Statue „Stufen zum Erfolg“ und eine Urkunde.
Rolf Keil, stellvertretender Landrat des Vogtlandkreises, würdigte in seiner Laudatio das Familien geführte Unternehmen als einen „Diamant im Vogtland, das selbst für die Risiken einsteht, und deshalb Erfolg hat“. Mit 248 Mitarbeitern und 30 Auszubildenden stellt die Firma Produkte für den Raumausstatterfachhandel her. Die Produktion, in der modernste Herstellungstechnologien zum Einsatz kommen, konnte seit 2006 um 50 Prozent gesteigert werden. Immerhin neun Prozent der Produktion gehen in den Export. Die Optimierung der einzelnen Fertigungsprozesse, eine ausgefeilte Logistik sowie ein weit verzweigtes Netz an Niederlassungen ermöglichen kürzeste Lieferzeiten.
„Im Bereich der Produktentwicklung ist Erfal beispielgebend in der Region“, lobt Keil, „und ebenso in der Nachwuchsgewinnung“. Ausgezeichnet wurden auch die Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH Schönheide, die Kieselstein GmbH Chemnitz und die Schwarz Medien Center GmbH Meerane. Den erstmals vergebenen Sonderpreis für Nachwuchsförderung erhielt die IMM Holding GmbH Mittweida. M. T.
2010-06-04
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