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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Ellefelder holen Schweizer ins Boot
Die Auerbach Maschinenfabrik GmbH am Ellefelder Gewerbering hat einen neuen Partner: Die Asset-Management-Gesellschaft Patrimonium aus der Schweiz beteiligt sich neuerdings am traditionsreichen vogtländischen Unternehmen.
Ellefeld - Patrimonium ist ein unabhängiges Management-Unternehmen alternativer Anlageklassen mit Standorten in Bar und Lausanne (Schweiz). Schwerpunkte der Tätigkeit sind nach eigenen Angaben Kapitalmarktfinanzierungen mittelständischer Unternehmen sowie Investitionen in Wohn- und Geschäftsimmobilien.
Produktpalette unverändert
"Das unter Einbeziehung der Altgesellschafter entwickelte Finanzierungskonzept versetzt die Firma in die Lage, den aufgrund hoher Auftragsbestände notwendigen Bedarf an Vorfinanzierungen zu meistern. Zudem wird damit eine nachhaltige Stärkung der Bilanz erreicht", verdeutlicht Geschäftsführer Thomas Gemeinhardt.
In der Beteiligung sieht er eine Chance, mehr Kontinuität in die wirtschaftliche Entwicklung der Firma zu bringen. "Im Tagesgeschäft sowie bei der Produktpalette der Maschinen ändert sich nichts", unterstreicht der Firmenchef.
Er verweist darauf, dass sich die Auerbach Maschinenfabrik auch im Herbst bei der internationalen Leitmesse der Metallbearbeitung Emo in Hannover als zuverlässiger Partner im Werkzeugmaschinenbau präsentiert habe: "Für uns ist der Messeauftritt sehr gut gelaufen. Wir haben wichtige Kontakte geknüpft", lautet das Fazit des Geschäftsführers.
In Hannover sei einmal mehr deutlich geworden, dass sich "die Märkte der Zukunft im Maschinenbau in Ländern wie China und Indien befinden". "Darauf müssen wir verstärkt reagieren." Für das Schweizer Unternehmen Patrimonium, das sich selbst als "erfahrenen Investor im deutschen Mittelstand" bezeichnet, waren "ein hoher Qualitätsstandard in der Fertigung sowie langjährige Kundenbeziehungen für das Engagement bei der Maschinenfabrik als einem Marktführer im Nischensegment Tiefbohren maßgebend."
85 Mitarbeiter in Ellefeld
Besonders die kombinierten Maschinen der so genannten AX-Baureihe, die Anwendungen sowohl für Fräsen als auch Tiefbohren ermöglichen, betrachtet Patrimonium als ein "Alleinstellungsmerkmal". Am Firmenstandort Ellefeld sind momentan 85 Mitarbeiter beschäftigt, davon fünf Auszubildende. M.W.
2011-11-18
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