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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Bester Brauerlehrling kommt aus Wernesgrün
Wernesgrün - Es ist zwar nicht das älteste Gewerbe der Welt, aber ein Handwerk mit langer Tradition: das Bierbrauen. Und Falk Schnabel von der Wernesgrüner Brauerei ist der beste Brauer-Lehrling Deutschlands.
Schnabel ist gerade zum Brauergesellen gekürt worden. 96,9 von 100 möglichen Punkten erreichte er bei den Abschlussprüfungen. Die Auszeichnung als Bester seiner Berufsgruppe in Sachsen durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz findet am Donnerstag statt.
Die große Überraschung kam jedoch gestern: eine Einladung des Wirtschaftsministeriums. Schnabel erreichte bundesweit das beste Zeugnis. Von Minister Philipp Rösler erhält der Jungbrauer im Dezember die Urkunde als Bundesbester. "Das erfüllt mich schon mit Stolz. Ich wollte Bierbrauer werden, weil das kein Allerweltsberuf ist, und ich wollte das dort lernen, wo mir das Bier am Besten schmeckt", so der 24-jährige aus Radebeul. Mit seinem Abitur in der Tasche bewarb er sich 2008 als Brauer- und Mälzerlehrling in Wernesgrün. Drei Jahre lang hat der junge Mann nun alles gelernt, was ein Brauer wissen und können muss. "Von der Mälzerei bis zur Bieranalyse." Er freut sich, dies weiterhin in Wernesgrün anwenden zu können. Als Jahrgangsbester wurde er natürlich übernommen. Hierauf ist nicht zuletzt auch sein Ausbilder, Matthias Becker stolz.
Der Brauer und Mälzer muss auf vielen Gebieten fit sein. Es ist nicht nur das Brauen des Biers im Sudhaus und die dazugehörigen Reinigungsarbeiten, sondern auch die Arbeiten im Gär- und Lagerkeller bei kalten Temperaturen. Oder das Abfüllen des fertig ausgereiften Bieres in Fass und Flasche. "Sachverstand, Sorgfalt und guter Geschmack sind wichtig, damit das Qualitätsprodukt Bier so rauskommt, wie wir es uns vorstellen", sagt Herstellungsleiter Matthias Becker, verantwortlich für die Brauer-Azubis in der Wernesgrüner Brauerei.
Praktische Erfahrung sammeln ist nun angesagt. "Drei Jahre Minimum, danach ein Studium in Berlin zum Diplom Ingenieur für Brauwesen und Getränketechnologie beziehungsweise den früheren Diplom-Braumeister", erzählt Schnabel von seinen Zukunftsplänen. Zugegeben, Falk Schnabel ist kein echter Vogtländer. "Nur ein Zugereister, aber Stolz sind wir alle auf den Jungen", meinen die Wernesgrüner Brauerkollegen. mm
2011-10-11
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