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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Arbeitslosenquote steigt im Vogtland auf 13 Prozent
Plauen – „Die Arbeitslosigkeit ist im Vogtland im Februar saisonal bedingt leicht gestiegen“, fasst Helga Lutz, Chefin der Agentur für Arbeit Plauen, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Aktuell gibt es 16 927 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 708 (4,4 Prozent) mehr als im Januar.
„Der Anstieg bewegt sich in dem für diese Jahreszeit üblichen Rahmen“, so Lutz weiter. „Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung liegt die Arbeitslosigkeit in der Region weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres.“ Im Jahresvergleich sind über 700 Menschen weniger arbeitslos. Erfreulich gestaltet sich der Stellenzugang auf dem ersten Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vormonat und erst recht im Vergleich zum Vorjahr. So werden laut Agentur für Arbeit wieder Fachkräfte gesucht und die wirtschaftliche Erholung nach dem Winter setzt langsam ein. Nicht zu vergessen sei die Entlastungswirkung durch die Kurzarbeit. Ende Dezember bezogen im Agenturbezirk Plauen 2726 Arbeitnehmer in 388 Betrieben Kurzarbeitergeld. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 13,7 Prozent.
Neu beziehungsweise erneut arbeitslos meldeten sich im Monat Februar 3557 Frauen und Männer, das sind 1364 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr mussten sich 142 Menschen mehr arbeitslos melden. Im Februar konnten 2863 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 394 (16,0 Prozent) mehr als im Januar. 938 Personen haben im Berichtsmonat eine Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen, 536 begannen eine Ausbildung oder eine Qualifizierungsmaßnahme.
Derzeit sind im Plauener Agenturbezirk 1502 Jugendliche unter 25 Jahren ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Vormonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 73 Personen gestiegen. Auch die Zahl älterer Arbeitsloser hat sich erhöht. Ende Februar waren im Vogtland 6354 Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahre arbeitslos. Das sind 208 Personen mehr als im Vormonat. Der Anteil der Älteren unter den Arbeitslosen beträgt 37,5 Prozent. Bei den Langzeitarbeitslosen ging die Arbeitslosigkeit im zurückliegenden Monat leicht zurück. Derzeit sind 4519 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche. Das entspricht 26,7 Prozent aller Arbeitslosen.
Im Bereich der Arbeitsagentur stieg die Arbeitslosigkeit um 278 Personen. In den beiden ARGEn gab es im Februar 430 mehr arbeitslose Menschen. Im Vergleich zum Januar ist in allen Geschäftsstellen ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten haben Klingenthal und Oelsnitz mit jeweils 11,8 Prozent. Danach folgt Auerbach mit 12,7 Prozent. Die Hauptagentur Plauen liegt bei 13,9 und Reichenbach bei 14,2 Prozent. Durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice wurden im Februar 588 ungeförderte Stellen akquiriert. Das waren 164 (38,7 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind 172 Stellenzugänge (plus 41,3 Prozent) mehr zu verzeichnen.
Stellenangebote auf dem ersten Arbeitsmarkt gab es für fast alle Wirtschaftszweige. Insgesamt wurden 178 Stellen für Zeitarbeit, 74 Stellen im Verarbeitenden Gewerbe, 69 Stellen im Handel und 65 Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet. Dazu kommen 57 Stellen im Baugewerbe und 48 Stellen im Gastgewerbe. va
2010-02-25
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