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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Quer-durchs-Land-Ticket im Test
Vogtland – „Je mehr Mitfahrer, desto günstiger“ – mit diesem oder ähnlichen Slogans werben die deutschen Bahngesellschaften im Personenverkehr für das völlig neue „Quer-durchs-Land-Ticket“. Es soll einen Anreiz dafür bieten, werktags bei Fahrten über die Grenzen der Bundesländer und damit über den Geltungsbereich des Länder-Tickets hinweg vom Auto auf die Bahn umzusteigen.
Doch was taugt das neue Ticket-Angebot für die Bewohner unserer Region wirklich? Und ist es wirklich der günstigste Fahrschein? Der Vogtland-Anzeiger hat das Preis-Leistungsverhältnis mit den bestehenden Tarif-Angeboten verglichen. Fazit: Wenn man allein oder zu zweit nur kurze Sprünge über die Landesgrenze nach Thüringen oder Bayern unternehmen möchte, ist das Egronet-Ticket zu 15 Euro pro Person im gleichnamigen internationalen Verkehrsverbund auf jeden Fall günstiger. Egal, ob man nun von Reichenbach nach Kulmbach oder von Plauen über Zeulenroda nach Gera fahren möchte: Das Egronet-Ticket bietet zusätzlich den Vorteil, dass es bereits ab 7.30 Uhr und somit eineinhalb Stunden früher als das Quer-durchs-Land-Ticket gilt.
Egronet-Ticket oft günstiger
Es gilt außerdem auch im Bezirk Karlsbad und schließt im Verbundgebiet alle anderen Nahverkehrsmittel mit ein, also sämtliche Stadt- und Regionalbusse sowie die Straßenbahnen in Gera, Hof und Zwickau. Und noch einen weiteren Vorteil bietet das Egronet-Ticket: die kostenlose Fahrradmitnahme.
Wenn man zu dritt fährt, kommt zwar das Quer-durchs-Land-Ticket geringfügig günstiger. Will man jedoch im Egronet-Gebiet neben der Bahn noch andere Verkehrsmittel benutzen, sollte man auf jeden Fall zum Egronet-Ticket greifen.
Für Bahncard-Inhaber lohnt sich das neue Angebot ebenfalls nur für längere Strecken. Ein Beispiel: 27,50 Euro kostet mit einer Bahncard 50 eine Rückfahrkarte von Hof über Plauen nach Leipzig, die den Vorteil bietet, dass man bereits vor 9 Uhr reisen und die Rückfahrt auch einige Tage später antreten kann. Vor allem Bahncard-Inhaber sollten hier genau die Preise vergleichen.
Das gleiche gilt, wenn Kinder mitfahren. Beim Quer-durchs-Land-Ticket müsste man für jedes Kind ab sechs Jahren ein Fünf-Euro-Zusatzticket lösen. Mit einem Regelfahrschein kann man Kinder unter 15 Jahren kostenlos mitnehmen, wenn man diese beim Kauf des Tickets eintragen lässt. Mit zwei Egronet-Tickets zu je 15 Euro können bis zu vier Kinder bis einschließlich 14 Jahren mitfahren. Das Quer-durchs-Land-Ticket lohnt sich vor allem dann, wenn Einzelreisende ohne Bahncard sowie kleine Gruppen einen Tagesausflug unternehmen möchten.
Resolution von Plauen und Hof
Während bis zu fünf Personen samstags oder sonntags bislang mit dem Schönen-Wochenend-Ticket zum Preis von derzeit 37 Euro im SachsenFranken-Express reisen konnten, fehlte bislang ein entsprechendes Angebot für Werktage. Reisende ab Hof mussten sich bislang einen zusätzlichen Fahrschein bis Gutenfürst und ein Sachsen-Ticket kaufen. Ab Marktredwitz oder Münchberg war es meist günstigster, ein Bayern- und ein Sachsenticket zu kombinieren.
Die Städte Hof und Plauen hatten im April 2008 in einer Resolution an DB Regio gebeten, die Ländertickets grenzüberschreitend anzuerkennen. Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner und sein Plauener Kollege Ralf Oberdorfer forderten, dass die Sachsen-Tickets bereits ab Hof und die Bayern-Tickets bis Plauen gelten sollten. Damit sollte das Bahnfahren im Sachsen-Franken-Express attraktiver werden.
Die Oberbürgermeister waren bei der Bahn AG jedoch auf taube Ohren gestoßen. Über ein Jahr später ist deren Forderung nun erfüllt – wenngleich in Form eines neuen Tickets, das den Tarif-Dschungel für Gelegenheitsbahnfahrer noch unüberschaubarer macht. W. Rost
2009-08-05
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Kommentar von _reisende aus auslaend am 06.08.2009; 07:39:11 Uhr
Kommentar zu Quer-durchs-Land-Ticket im Test
Fuer die Reisende, die ueber das Flughafen Hof-Plauen reinfliegen, ist es sehr bequem, wenn es die Bahnlinie von Fulghafen bis Hof-Hbf. gibt. Es hilft ferner der Entwilckung des Flughafens und der Region Franken und Vogtland auch.