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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Zahl der Fälle von Schweinegrippe im Vogtland steigt
Der Großteil der Erkrankungsfälle von der so genannten Schweinegrippe im Vogtland verliefen bisher überwiegend leicht, nur wenige Patienten mussten stationär behandelt werden, teilte der Vogtlandkreis am Montag mit. Vor allem junge Menschen gehören zur Risikogruppe und stecken sich an.
Im Vogtland seien aktuell mehr als 120 Fälle gemeldet, heißt es. In den letzten Tagen kam es zu einer deutlichen Zunahme der Fälle. Rund 60 Neuerkrankungen wurden in der letzten Woche registriert. Damit entspreche der Verlauf im Vogtland insgesamt der Entwicklung in Deutschland.
Den Krankheitsverlauf des im Klinikum in Plauen verstorbenen Vogtländers, der nachweislich eine H1N1-Infektion hatte, stuft der Vogtlandkreis als brisant ein. Nach den dem Gesundheitsamt vorliegenden und zugänglichen Informationen war der 44-jährige Patient mit Husten und Atemnot Anfang November erkrankt und wurde zunächst ambulant behandelt. Nach rasanter Verschlechterung des Gesundheitszustandes erfolgte am 10. November die stationäre Aufnahme und intensivmedizinische Behandlung. Zwei Tage später verstarb der Mann aufgrund eines so genannten Multiorganversagens.
Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Vorerkrankungen und Risikofaktoren beim Verstorbenen bekannt. Eine klare Aussage über die Todesursache und inwiefern der rasante Krankheitsverlauf im Zusammenhang mit der neuen Influenza steht, ist derzeit nicht möglich. Es ist das Ergebnis der Obduktion abzuwarten.
Aktuell gibt es keinen Anlass davon auszugehen, dass der Influenzavirus H1N1 gefährlicher geworden ist. Solange sich grundsätzlich an der Schwere von Krankheitsverläufen nichts verändert, sind die bisher empfohlenen Präventionsmaßnahmen konsequent fortzuführen. Ergibt sich eine veränderte Situation durch die Untersuchungsergebnisse der Obduktion und eine Neubeurteilung der lokalen Lage muss kurzfristig über erforderliche Maßnahmen entschieden werden.
Im Gesundheitsamt ist ein Beratungstelefon für Anfragen der Bürger zu allen Fragen rund um die neue Influenza eingerichtet. Hier gibt es eine rege Inanspruchnahme. Weiterhin beraten die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes Institutionen und auch Einzelpersonen zu wichtigen Fragen der Hygiene bezüglich der Influenza.
Für Schulschließungen besteht auch weiterhin keine Notwendigkeit, da dadurch weder Infektionsketten durchbrochen werden, noch haben sie einen Einfluss auf die gesamtepidemiologische Lage. Zwischen dem Gesundheitsamt besteht ein ständiger Kontakt sowohl zu entsprechenden Einrichtungen sowie zu den übergeordneten Behörden, also insbesondere den Schulen und Kindertageseinrichtung, heißt es. mar
2009-11-17
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