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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Weihnachtsausstellung im Vogtlandmuseum
Plauen – Blechspielzeug steht im Mittelpunkt der diesjährigen Weihnachtsausstellung des Vogtlandmuseums, die am Samstag eröffnet wurde. Aber auch eine nostalgische Pyramide zieht die Blicke auf sich.
Neugierig bahnten sich die Besucher des Plauener Vogtlandmuseums am Samstag ihren Weg durch die Gänge. Adventsstimmung lag in den Etagen, festlich geschmückte Zimmer und bunt bestückte Vitrinen zogen die Blicke auf sich. Die Weihnachtsausstellung ist eröffnet.
„Blechspielzeug“ ist das Thema in diesem Jahr. Mit Leihgaben von Privatpersonen, des Städtischen Museums Zwickau und einem großen Fundus des Stadtmuseums Brandenburg werden Exemplare gezeigt, die eigentlich Ergebnis der Industrialisierung waren. Zwar haben schon Flaschner und Klempner im 16. Jahrhundert erste Dinge aus Metall gefertigt, doch erst die Entwicklung der Eisenindustrie und Blechherstellung durch modernere Produktionsverfahren ermöglichte die Serienproduktion. Ob Puppenstuben, kleines Kochgeschirr, Modelleisenbahnen, Autos oder Dampfmaschinen, in Miniatur wurden sie mehr und mehr den großen Vorbildern nachempfunden.
So ist es weniger der materielle Wert, als vielmehr die technische Präzision, mit der die kleinen Maschinen teilweise bis heute laufen. Deshalb werden an jedem Nachmittag der Adventswochenenden auch private Sammler ihre Dampfmaschinen vorführen. Während im Oberlichtsaal wie im vergangenen Jahr eine Eisenbahnanlage wartet, sind auch die Bauernstuben wieder in festliche Stimmung getaucht. Ein absoluter Blickfang ist jedoch die von Jörg Flämig aus Lichtenstein restaurierte Großpyramide. Zwischen 1910 und 1920 schuf der Treuener Textilentwerfer Bruno Ring das 2,70 Meter hohe Exemplar. Das filigran ausgesägte Maßwerk der Stockwerksverkleidungen und die barock anmutenden Säulen spiegeln seine Berufserfahrung und die Kenntnis der Stilformen wider.
1979 erwarb das Vogtlandmuseum die Pyramide von Nachfahren und stellte sie nur ein Mal im darauf folgenden Jahr aus. Die Winterlandschaft mit mechanischen Elementen wie Windmühlen, Rodelbahn und Eisenbahn war veraltet und deshalb teilweise nicht mehr funktionsfähig. Durch den Einsatz der Freunde und Förderer des Vogtlandmuseums konnte sie nun mit Mitteln der Landesstelle für Museumswesen und Spenden restauriert werden. Ein halbes Jahr dauerte es, das Schmuckstück wieder zum Laufen zu bringen. Von nun an soll sie ein fester Bestandteil der jährlichen Ausstellung werden.
Bis zum 9. Januar ist die Ausstellung täglich außer montags zwischen 11 und 18 Uhr, am Heiligen Abend sowie Silvester von 10 bis 13 Uhr sowie am 1. Januar von 13 bis 18 Uhr zu Bestaunen. sr
2010-12-02
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