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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Wahre Oldies und DDR-Exoten am Start
Zwickau/Reichenbach – Ist hierzulande von der internationalen Oldtimer-Rallye die Rede, von überhaupt der sportlichen Rallye der Gleichmäßigkeit, der Mille Miglia made in germany, dann ist die Sachsen Classic gemeint. Sie startet heuer bereits zum siebenten Mal.
Mit Stand Ende Juli werden wenigstens 178 Fahrzeuge, mindestens 46 verschiedenen Traditionsmarken, an den Start gehen. Auf insgesamt 610 Kilometern geht es von Donnerstag bis Samstag von Zwickau auf drei Etappen nach Dresden. An entsprechend ausgesuchten Zeit- und Durchfahrts-Kontrollpunkten sowie Wertungsprüfungen müssen sich die bis Baujahr 1976 und Youngtimer bis Baujahr 1988 startberechtigten Fahrzeuge messen. Darunter an die 40 Fahrzeuge aus Jahrgängen vor 1945, erneut zum Teil längst ausgestorbene Marken.
Wie kann es anders sein – im Horch-Jahr, zum 100. Geburtstag eines der größten Auto-Ingenieure Deutschlands, stehen auch sieben Horch, drei Wanderer und zwei Audi stellvertretend für die heute noch dominierenden vier Ringe ganz vorn in der Starterliste. Leider kein DKW, aber mit einem P3 einer der wenigen in der DDR produzierten geländegängigen Kraftfahrzeuge.
Selbstverständlich fehlt als Reminiszenz an die sächsische Wiege des deutschen Automobilbaus auch ein Trabant nicht. Ebenso wie Exemplare seiner „Wolfsburger Stiefsöhne“, ganz speziell ein Golf 1 DDR aus dem Jahre 1977 zu sehen sein wird. Die meisten Pferdestärken (330 PS) zählt ein Jensen CV8, Bj. 1968, die wenigsten ein Fiat 600D (26 PS, Bj. 1961), der mit 605 Kilogramm auch das leichteste Gefährt ist. Der wahre Oldie wird der Bentley 3.0 Liter Red Label Open Tourer aus dem Jahr 1923 sein.
Wieder werden Tausende begeisterte Zuschauer die Strecke säumen, werden Fotoapparate und Videokameras Großkampftag haben. Besonderen Andrang wird es wie alle Jahre am Start zur ersten und zweiten Etappe geben. Der erfolgt am Donnerstag um 12 und Freitag um 8 Uhr auf dem Zwickauer Platz der Völkerfreundschaft.
Die Startetappe führt dann unter anderen über Steinpleis und Thanhof zur Wertungsprüfung am Kontrollpunkt Burg Schönfels (ab 12.20 Uhr), über Altrottmannsdorf zur Zeitkontrolle in Reichenbach (ab 12.45 Uhr auf dem Markt), weiter über Unterheinsdorf, Waldkirchen, Pechtelsgrün, Stangengrün und Lauterhofen zur Wertungsprüfung in Kirchberg (ab 13.35 Uhr) Richtung Wiesen, Wiesenburg, Schönau, Wildenfels weiter nach Mülsen St.Jacob und St.Niclas zum Durchfahrtskontrollpunkt Alberthöhe schließlich durch Lichtenstein zur Wertungsprüfung auf dem Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring (ab 14.15 Uhr). Jedes Fahrzeug legt anschließend drei Runden auf der Rennstrecke zurück. Besonders hier bietet sich den Zuschauern die Gelegenheit, Oldtimer bei der für sie prädestinierten präzisen Fahrt, aber auch in zügigem Tempo zu sehen.
Zurück geht es über Hohenstein-Ernstthal, St. Egidien, Mülsen St.Jacob und Crossen zur Zeitkontrolle am August Horch Museum (cirka 15.30 Uhr). Zieleinfahrt, wieder auf dem Platz der Völkerfreundschaft, ist ab 15.40 Uhr geplant. Die zweite Etappe führt am Freitag die Fahrerteams der Sachsen Classics zur Steilen Wand in Meerane (30 Meter Höhenunterschied auf 248 Metern Länge), wo einige der Oldies sicher ins Schwitzen kommen werden, es so manches Schnauferl geben wird. Mit dem Benediktinerkloster Wechselburg (Zeitkontrolle ab 9.32 Uhr) haben die Organisatoren ein weiteres touristisches Highlight und ideales Fotomotiv in den Rallye-Verlauf aufgenommen. uhe
2009-08-12
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