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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vogtland hat beim Tourismus laut Experten Nachholebedarf
Dresden/Plauen - Die sächsische Regierung will im Oktober eine neue Tourismusstrategie beschließen, teilte Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler mit. Danach will der Freistaat seine Finanzierung davon abhängig machen, ob Regionen und Städte "wettbewerbsfähige Destinationen" bilden.
Beurteilt werden soll dies nach einem Punktesystem. Laut Ministerium gibt es im Erzgebirge, Vogtland und Sächsisches Burgen- und Heideland "erheblichen Nachholbedarf", und bei der Stadt Chemnitz seien "nur geringe Chancen für den Fortbestand einer eigenständigen Destination festzustellen". Befragungen zufolge stimmt sich jede zweite Gemeinde in Sachsen nicht mit den Nachbarorten über ihr Tourismuskonzept ab.
Die Kommunen sollen Kooperationsmöglichkeiten nutzen und ihre Finanzierung der touristischen Infrastruktur erhöhen. Wenn eine Region oder Stadt allein langfristig nicht die Anforderungen der Wettbewerbsfähigkeit erfüllt, soll sie nach dem neuen Konzept nicht mehr die Höchstförderung des Freistaats erhalten. Fiedler betonte: "Wir unterstützen die Regionen und haben größtes Interesse an ihrem Erfolg." va
2011-08-24
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