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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Umzug Jugendamt: 1000 Kartons mit Akten
Plauen/Reichenbach – Geschätzte 1000 Kartons standen gestern fein säuberlich sortiert und beschriftet auf dem Flur des Jugendamtes des Vogtlandkreises in Reichenbach. Hektisch wuselten die Mitarbeiter des Amtes und die Leute der Umzugsfirma hin und her. Was am Morgen kaum für möglich gehalten wurde: Am Abend waren die alten Räume in Reichenbach leer und die neuen in der Plauener Europaratstraße bezogen. Das Jugendamt des Vogtlandkreises ist gestern umgezogen – von Reichenbach nach Plauen.
„Heute“, so Jugendamtsleiter Dr. Berthold Geier, „ziehen die Plauener Kollegen vom Rathaus ebenfalls mit Sack und Pack ins Behördenzentrum um. Und am Freitag folgen die Mannen von der Plauener Außenstelle in der Neundorfer Straße. Dann ist der Umzug komplett abgeschlossen“, so Geier. Ab kommenden Montag, 16. März, soll das einheitliche vogtländische Jugendamt unter einem Dach funktionieren und arbeiten. „Es liegt mir am Herzen, noch einmal zu sagen, dass in Reichenbach eine Außenstelle bleibt. Sie ist, wie jetzt auch, im Gebäude der Sparkasse auf dem Postplatz zu finden“, erklärte Geier. Die anderen Außenstellen in Auerbach und Adorf bleiben ebenfalls. Sie sind bis Montag auch die Anlaufstellen für dringende Angelegenheiten. „Es kann also keiner sagen, wegen unseres Umzuges waren wir nicht zu erreichen“, schmunzelte der Leiter. „Vielleicht dauern einige Anträge einen Tag länger als normal. Wir geben uns aber allergrößte Mühe, so schnell wie möglich geregelt zu arbeiten.“
Geier schaute sich gestern noch einmal die ganzen Akten auf den Fluren in Reichenbach an. Das sind schon ein paar Kilometer, die da zusammenkommen. „Genau kann ich es nicht sagen. Aber das Jugendamt hat sicher mit die meisten Aktenberge im Landratsamt. Wir bewahren ja alles auf: Akten von der Wiege bis zur Bahre.“ Anfang der Woche hätten die Mitarbeiterinnen angefangen, sämtliche Ordner zu verstauen. „Sie sind ja geübt in solchen Sachen. Da ging das schnell.“
Die alten Möbel in Reichenbach mussten nicht geschleppt werden. Sie bleiben stehen. In die alten Räume zieht in den kommenden Tagen das Ordnungsamt des Vogtlandkreises ein. Thomas Nahrendorf
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